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A:Life-Initiative beeindruckt Brüssel

08.02.2020
LHStv.in Schaunig: Kärntner Integrationsmaßnahme in Brüssel als Good Practice präsentiert – Projekt unterstützt junge Geflüchtete beim Einstieg in den Arbeitsmarkt – A:Life weist Erfolgsquote von 85,7 Prozent auf


Klagenfurt (LPD). A:Life steht für Asyl und Lehre und gilt als Kärntner Vorzeigeinitiative, die nun als Good Practice-Projekt in Brüssel im Rahmen einer Veranstaltung des Netzwerkes „Eurodiaconia“ vor Mitgliedern der EU-Kommission sowie Vertreterinnen und Vertretern zahlreicher europäischer Organisationen vorgestellt wurde. „A:Life ist ein sinnstiftendes Projekt, das das Leben zahlreicher junger Menschen positiv beeinflusste und immer noch beeinflusst. Ich freue mich, dass es nun international die ihm zustehende Beachtung erhält und hoffe, es inspiriert zu vielen weiteren tollen Initiativen“, betont Arbeitsmarktreferentin LHStv.in Gaby Schaunig heute, Samstag.

A:Life wird zu je 50 Prozent vom Europäischen Sozialfonds (ESF) und vom Land Kärnten finanziert, während das AMS Kärnten die Deckung des Lebensunterhaltes der Teilnehmenden trägt. „Projekte wie A:Life sind von besonderer Bedeutung, denn persönliches Coaching mit Engagement und Herzblut sowie gezielte Fördermaßnahmen im Weiterbildungsbereich schaffen Zukunftsperspektiven für junge Menschen. A:Life unterstützt die jungen Menschen auf ihrem Weg zum Fachkräftedasein und ermöglicht es ihnen einer sinnstiftende Arbeit, die sie mit Freude erfüllt, nachzugehen“, so Lehrlingsreferentin Schaunig.

Die Initiative begleitet geflüchtete Menschen unter 30 Jahren zwölf Monate lang, unterstützt sie beim Spracherwerb, bei der Feststellung schulischer Vorkenntnisse, bereitet sie auf Berufsschule und Lehre vor und begleitet sie, auch nach Ablauf des Jahres, durch persönliches Coaching. „Ein Projekt wie A:Life wäre nicht ohne das hohe Engagement der Projektgruppe aber insbesondere die zahlreich beteiligten, hochkarätigen Betriebe möglich“ sagt Hubert Stotter, Rektor der Diakonie de La Tour, die als Projektträger fungiert.

Für Marcel Leuschner, Stabstellenleiter Flucht und Inklusion der Diakonie de La Tour, steht vor allem „der ganzheitliche Ansatz der sozialpädagogischen Betreuung – von der Wohnungssuche bis zur aufsuchenden Arbeit am Arbeitsplatz – als auch der hochkarätig besetzte Beirat“ im Fokus. „Das ist das Besondere an dem Projekt.“ Der Beirat besteht aus ständigen Vertreterinnen und Vertretern des Landes Kärnten, des AMS Kärnten und dem Institut für Arbeitsmigration (IAM), der Industriellenvereinigung Kärnten, der Wirtschafskammer Kärnten sowie der Infineon Technologies Austria AG. Neue Perspektiven ergeben sich also nicht nur für die Menschen mit Fluchterfahrungen, sondern ebenso für die Kärntner Wirtschaft.

A:Life besteht seit 2016. In den vergangenen Jahren wurden 110 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begleitet. Die Vermittlungsquote in Lehr-, Ausbildungs- und Beschäftigungsverhältnisse am ersten Arbeitsmarkt aus dem vergangenen Jahr beläuft sich auf 85,7 Prozent. „Den teilnehmenden Personen bieten diese Arbeitsplätze Perspektiven und die Chance, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden“, sagt Peter Wedenig, Geschäftsführer des AMS Kärnten: „Gleichzeitig entspricht das Projekt auch einem großen gesellschaftlichen Anliegen, denn es ist ein konkreter Beitrag zur Integration von Asylberechtigten in den Arbeitsmarkt. Gerade wenn es um junge Menschen geht, ist es von besonderer Bedeutung, allen einen chancengleichen Zugang zu Bildung und Arbeit zu ermöglichen und sie bestmöglich zu qualifizieren.“

Im März 2020 startet A:Life in sein fünftes Projektjahr und wird erneut 30 geflüchteten jungen Menschen die Chance auf eine Lehrstelle am ersten Arbeitsmarkt ermöglichen. Interessierte können sich noch bis 09.03.2020 beim AMS Kärnten oder dem IAM für die Teilnahme vormerken lassen. In Kärnten ansässige Betriebe können sich bei Teilnahmewunsch ganzjährig bei der Flüchtlingsarbeit der Diakonie de La Tour melden. Weitere Informationen zum Projekt finden sich online unter: https://www.diakonie-delatour.at/unser-angebot/flucht-inklusion/arbeitsmarktprojekte/projekt-alife


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Schaunig
Redaktion: Waldner/Böhm
Fotohinweis: Büro LHStv.in Schaunig