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Regierungssitzung 4: Zukunftsfit dank Reinraumerweiterung

10.02.2020
LH Kaiser, LHStv.in Schaunig, Bgm. Albel: Villacher High Tech Campus wird vergrößert – 14 Millionen Euro fließen in den Aufbau eines Spitzenforschungslabors


Klagenfurt (LPD). In der heutigen Regierungssitzung wurde der Ausbau des High Tech Campus Villach (HTC) beschlossen: auf drei Ebenen entsteht ein 3.000 Quadratmeter großer Reinraum, ein Spitzenforschungslabor, das für Innovation, Forschung und Entwicklung von besonderer Relevanz ist. Der HTC beherbergt die Silicon Austria Labs (SAL) – ein einzigartiger Forschungsverbund auf dem Gebiet der Electronic Based Systems („EBS“) zur langfristigen Stärkung und Weiterentwicklung der österreichischen Mikroelektronikindustrie.
„Die Schaffung des Labors ermöglicht die Installation von wichtigem Forschungsequipment der neuesten Generation. Für Spitzenforscherinnen und –forscher entsteht ein innovativ-attraktives Forschungs- und Innovationsumfeld mit einer „better than state-of-art“ Ausstattung. Damit erreichen wir einen direkteren Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die Wirtschaft und einen Hebel für weltweite Wettbewerbsfähigkeit“, begründen LH Peter Kaiser und LHstv.in Gaby Schaunig den Ausbau.

Villachs Bürgermeister Günther Albel zeigt sich hocherfreut über die Finanzierungszusagen für die Reinraumflächen: „Dieser Schritt festigt Villachs Position als international bekannte Hightech-Stadt. Derzeit werden in diesem Sektor bei uns Investitionen von rund 1,8 Milliarden Euro getätigt. Mittlerweile arbeiten schon mehr als 17 Prozent der Menschen in Villach im Hightech-Segment – ein extrem hoher Wert, der weiter ansteigt.“ Die Erweiterung der derzeitigen Laborflächen der SAL erhöht die Top-Forscherinnen- und Forscherpositionen bis 2023 auf rund 160 Arbeitsplätze.

Die Gesamtkosten der Reinraumweiterung belaufen sich auf insgesamt 14 Millionen Euro, wovon sich der Finanzierungsanteil von Bund und Land auf je 4 Millionen Euro beläuft, während 6 Millionen Euro durch Bankdarlehen aufgebracht werden. Die Investition fügt sich in das neue Standortmarketing des Landes ein. „Kärnten als Standort mit hochschulischem Knowhow, Forschungsinstitutionen und Technologieunternehmen bündelt neben diesen Kompetenzen eine außergewöhnliche Landschaft, die Nähe zum Adriaraum sowie Sicherheit, attraktive Lebensbedingungen für Familien und vielfältige berufliche Perspektiven für Doppelkarrierepaare. All das sind schlagkräftige Argumente für internationale Spitzenwissenschaftlerinnen und Spitzenwissenschaftler, für die Kärnten das erwünschte innovative Arbeits- und Lebensumfeld vereinbart“, so Kaiser und Schaunig.

Die SAL stellt das Bindeglied zwischen kleinsten Komponenten bis hin zu intelligenten Systemen entlang der Wertschöpfungskette dar. Gesellschafter sind die Bundesländer Kärnten, Steiermark und Oberösterreich, der Bund sowie der österreichische Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie. Von Bund und Ländern fließen bis 2023 insgesamt 140 Millionen Euro in die Labs-Standorte, die Elektronikindustrie verdoppelt diesen Betrag.

Das Forschungszentrum fungiert nicht nur als Innovationsmotor für Österreich, sondern zieht mit seiner Strahlkraft weit über Österreichs und Europas Grenzen hinaus hochqualifizierte Forscherinnen und Forscher aus aller Welt an. „Die technologische und wissenschaftliche Exzellenz, mit der die SAL Forschung und Entwicklung betreibt und die Schlüsseltechnologien der Zukunft erforscht, bedeutet für Österreich international als eine der Top-Forschungsregionen wahrgenommen zu werden und stärkt darüber hinaus die Position Österreichs im EBS-Bereich“, betont Technologiereferentin LHStv.in Schaunig.



Rückfragehinweis: Büros LH Kaiser/LHStv.in Schaunig

Redaktion: Waldner/Robitsch