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Kärntner Beitrag für WM der Organtransplantierten

19.02.2020
Sportreferent LH Peter Kaiser verabschiedete Oberösterreicherin Renata Hönisch und ihren Guide, den Völkermarkter Christian Luschnig, zu WM in Banff (Kanada)


Klagenfurt (LPD). Im Amt der Kärntner Landesregierung empfing heute, Mittwoch, Sportreferent LH Peter Kaiser die Oberösterreichische Spitzen-Behindertensportlerin Renata Hönisch aus Traun und ihren Begleiter, den Völkermarkter Christian Luschnig, der die Athletin als Guide bei den Bewerben der 11. Weltmeisterschaften der Organtransplantierten (World Transplantant Winter Games, 23. bis 28. Februar) in Banff (Alberta, Kanada) begleitet. Hönisch startet mit ihrem Guide im 5.000 Meter Schilanglauf und 60 Minuten Schi-Langlauf.

Der Landeshauptmann stellte fest, dass er als sportaffiner Mensch noch selten jemanden kennengelernt habe, der so viele Erfolge errungen habe. „Sie sind der Beweis, dass es im Sport keine unüberwindbaren Hürden gibt. Ihre sportlichen Leistungen sind nicht hoch genug einzuschätzen Das ist für mich unglaublich und zugleich beeindruckend. Ich zolle ihnen den höchsten Respekt“, so Kaiser.

Im Namen der gesamten Kärntner Sportfamilie wünschte er Hönisch und Luschnig, dass sich ihre Träume bei den Schilanglauf-Wettkämpfen in Kanada erfüllen mögen. „Ich hoffe Sie erleben viel sportlichen Enthusiasmus und auch berührenden Momente. Kommen Sie sicher, schnell und gut geguided durch einen Kärntner ins Ziel“, so Kaiser. Luschnig dankte er, dass er sich als Betreuer zur Verfügung stelle und sich intensiv mit Hönisch auf die Winterspiele vorbereitet habe. „Mit Ihnen als sportlicher Botschafter ist auch Kärnten bei diesen Spielen würdig vertreten“, so Kaiser. Als wärmendes Geschenk überreichte er an beide Sportjacken für die Medaillenzeremonien bzw. Siegerehrung und einen Geschenkkorb voller Obst.

Hönisch meinte, dass sie sich bereits freue, gemeinsam mit einem Kärntner an den Start gehen zu können. Luschnig, der Renata Hönisch über den Bundeskoordinator Schilanglauf der Österreichischen Naturfreunde, Herbert Schöttl, kennenlernte, sagte, „Ich bin in Kanada ihr Auge“. Unterstützt werden die beiden unter anderem von den Firmen Schöffel und Löffler sowie von privaten Sponsoren.

Die sportliche Karriere der Knochenmarktransplantierten Blindensportlerin (seit 2002), ist mehr als beeindruckend. Seit dem Jahr 2004, sie startet für den Österreichischen Sportverband der Transplantierten (ATSF) und die Naturfreunde Traun, nahm Hönisch an 13 Weltmeisterschaften (Leichtathletik, Langlauf), 15 Europameisterschaften (Leichtathletik, Langlauf) und an neun Paralympics (6x Winter-, 3x Sommerparalympics) teil. Bei den internationalen Bewerben gewann sie 90 Medaillen (28x Gold, 31x Silber, 31x Bronze).

Bei nationalen Leichtathletik-Wettkämpfen wurde sie österreichische Meisterin im Kugelstoßen, Diskus, 200m, 400m, 800m, 1.500m, 3.000m Lauf, und im 10km Straßenlauf. Im 800m-, 1.500m-, 3.000m-Lauf ist sie seit mehr als 18 bzw. 25 Jahren österreichische Rekordhalterin. Im Schi Alpin-Bereich ist sie österreichische Meisterin im Riesentorlauf bzw. im Schi Nordisch-Bereich über 5 und 10 Kilometer und im Biathlon Staffelbewerb über 3x5 Kilometer.

Das sportliche Programm von Hönisch im März nach den Winter Games kann sich ebenfalls sehen lassen. Einen Tag nach ihrer Rückkehr aus Kanada startet sie bei den Nordischen Staatsmeisterschaften des Behindertensportverbandes in Bad Mitterndorf. Von 12. bis 15. März nimmt sie an den 15. Internationalen Schimeisterschaft für Transplantierte und Dialysepatienten in Hohentauern, teil. Ende März geht sie beim „57. Ridderrennet“ im norwegischen Beitostolen an den Start.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Michael Zeitlinger
Fotohinweis: LPD Kärnten/ Gert Eggenberger