News

LOKAL

Tag des digitalen Lernens fand zum sechsten Mal statt

20.02.2020
Bildungsreferent LH Kaiser und Technologiereferentin LHStv.in Schaunig bei Veranstaltung auf Pädagogischer Hochschule Kärnten - Keynote befasste sich mit „Kriterien des guten Unterrichts im Zeitalter der Digitalisierung“


Klagenfurt (LPD). Über 200 Pädagoginnen und Pädagogen aus allen Schultypen besuchten heute, Donnerstag, auf der Pädagogischen Hochschule Kärnten (PH) den „Tag des digitalen Lernens 2020“. Er fand bereits zum sechsten Mal statt, wurde vom Departement für Medienpädagogik und Informationstechnologien der PH Kärnten organisiert. Im Rahmen von Vorträgen bzw. in 20 Workshops gab es geballte Information rund um die Digitalisierung. Der Themenschwerpunkt im heurigen Jahr lautete: „Von den Kriterien zur Praxis des guten Unterrichts im Zeitalter der Digitalisierung“.

Eröffnet wurde die ganztägige Veranstaltung von Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser. Er zeigte sich erfreut über die rege und aktive Teilnahme der Pädagoginnen und Pädagogen an der Veranstaltung und teilte den Anwesenden auch mit, dass er selber bereits zum sechsten Mal die Veranstaltung besuche. „Ihnen und auch mir wird heute Bekanntes, Neues und Reformatorisches mit- und weitergegeben. Wie man weiß, ist Kontinuität eine analoge Eigenschaft und das Gegenteil von digitalen Eigenschaften. Beide sind wichtig und müssen sich auch weiterentwickeln“, stellte der Landeshauptmann fest.

Die wichtige Rolle der Pädagoginnen und Pädagogen im Zeitalter der zunehmenden Digitalisierung untermauerte Kaiser mit einem Zitat des britischen Physikers und Astrophysikers Stephen Hawking: Intelligenz ist die Fähigkeit, sich Veränderungen anpassen zu können. „Das Zitat, ist für mich ein Verweis auf die Wichtigkeit von digitalen Medien. Sie verändern unsere Welt und das Leben. Digitale und informatische Kompetenzen bzw. Fähigkeiten sind für die Teilhabe an unserer Gesellschaft aber auch für die Arbeitswelt unabdingbar und unerlässlich“, so der Landeshauptmann. Die Schule bzw. die Pädagoginnen und Pädagogen sind für Kaiser dabei eine wichtige Vermittlungsinstanz. „Sie haben die Möglichkeit, neben Lesen, Schreiben und Rechnen den Schülerinnen und Schülern mit einem zeitgemäßen Unterricht auch digitale Fähigkeiten zu vermitteln“, betonte Kaiser.

Die Bedeutung der Automatisierung belegte der Landeshauptmann mit Zahlen aus dem Brutto-Inlandsprodukt. „2018 ist es zu 71 Prozent durch menschliche Arbeit und zu 29 Prozent durch Automatisierung zustande gekommen. 2025 wird laut Prognosen die menschliche Arbeit nur mehr 48 Prozent ausmachen. 52 Prozent werden durch die Automatisierung erfolgen“, teilte er mit.

Seitens der Pädagogischen Hochschule begrüßte Vizerektor Walter Waldner die Pädagoginnen und Pädagogen. Er verwies darauf, dass der Tag Tradition habe und er bereits 2007 unter anderem Titel aus der Taufe gehoben wurde. Der Vizerektor erinnerte daran, dass neben dem zunehmenden digitalen Lernangebot bzw. digitalen Techniken, eine Eigenschaft nicht vernachlässigt werden dürfe, nämlich die des Lernens. „Das kann den Schülerinnen und Schülern aber auch den Lehrerinnen und Lehrern keine Maschine abnehmen“, fand er klare Worte.

Von der Bildungsdirektion Kärnten sprach Gerlinde Duller in Vertretung von Bildungsdirektor Robert Klinglmair. Sie verweis auf die gute Kooperation der Bildungsdirektion mit der Pädagogischen Hochschule und hob die Initiative „eEducation Austria“ hervor. Das Projekt des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung fördert die digitalen Kompetenzen in den Schulen und richtet sich speziell an die Lehrkräfte.

Die diesjährigen Keynote hielt Gerhard Brandhofer von der PH Niederösterreich zum Thema „Kriterien guten Unterrichts im Zeitalter der Digitalisierung“. Stefan Schmid (Fachreferent IT-Didaktik des Bildungsministeriums) präsentierte die Vorhaben der Bundesregierung im Bereich digitaler Bildung.

Bei der Eröffnung konnte Moderator Peter Harrich seitens des Regierungskollegiums auch Technologiereferentin LHStv.in Gaby Schaunig begrüßen. Sie verwies auf die vielen Chancen, aber auch Risiken, die der digitale Wandel mit sich bringe. „Es liegt an uns, dass wir uns für die großen Chancen bestmöglich rüsten und gleichzeitig gegen die möglichen Risiken wappnen. Bildung ist dafür das beste und wichtigste Instrument“, betonte Schaunig.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser, LHStv.in Schaunig
Redaktion: Michael Zeitlinger
Fotohinweis: LPD Kärnten/Helge Bauer