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Nationalparkstatus ist höchstes Gut

24.02.2020
LR.in Schaar, LR Gruber: Natur- und Artenschutz im Nationalpark wird auch weiterhin bewahrt - Aktive Wiederansiedelung von Großraubwild zählt nicht zu den Aufgaben des Nationalparks Hohe Tauern.


Klagenfurt (LPD). Aufgrund der Kritik einiger Naturschutzorganisationen halten heute, Montag, Nationalparkreferentin LR.in Sara Schaar und Agrar- und Jagdreferent LR Martin Gruber fest, dass sich die Vorgangsweise zum Thema Großraubwild durch das mit Landesjägermeister Walter Brunner unterzeichnete Jagdübereinkommen nicht ändert. „Damit bleibt auch der hohe Schutzstatus des Nationalparks Hohe Tauern weiterhin gewahrt.

Das Übereinkommen entspricht der FFH-Richtlinie sowie der IUCN-Richtlinie und es wird damit auch weiterhin sichergestellt, dass auf Flächen im Nationalpark Hohe Tauern die herkömmliche Jagd durch ein nationalparkgerechtes Wildtiermanagement ersetzt wird“, bekräftigte Schaar.

Großraubwild wie Wolf und Bär sind laut § 51 (1) des Kärntner Jagdgesetzes ganzjährig zu schonen. „Wir halten uns strikt an die rechtlichen Vorgaben. Diese Tiere werden nicht bejagt. Der Nationalpark Hohe Tauern hat aber weder in der Vergangenheit Wiederansiedelungsmaßnahmen von Großraubwild forciert noch wird das zukünftig zu seinen Aufgaben zählen. Nichts anderes wird im Jagdübereinkommen explizit festgehalten“, betonte Gruber.

Der hohe Schutzstatus des Nationalparks Hohe Tauern sei nicht Gefahr. Er wird ganz im Gegenteil durch das Übereinkommen zwischen Jagd, Nationalpark und Grundbesitzervertretern gemeinsam getragen und für die nächsten zehn Jahre sichergestellt. „Durch das nun geschlossene Übereinkommen ist das nationalparkgerechte Wildtiermanagement nicht nur gesichert. Es wird auch zukünftig Vorsorge getroffen, dieses auf zwei Drittel der Flächen zu erweitern“, so die Nationalparkreferentin.



Rückfragehinweis: Büro LR Schaar, Büro LR Gruber
Redaktion: Plimon/Wedenigg/Zeitlinger