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Coronavirus 9– Weiterhin kein Schüleraustausch zwischen Kärnten, Friaul und Veneto

28.02.2020
Euregio-Vorsitzender LH Kaiser bekräftigt in Videokonferenz enge Abstimmung und Info-Austausch: „Gemeinsam sind wir stark und werden auch diese Situation für die Bevölkerung meistern!“ Im Veneto 3 Corona-Patienten genesen.


Klagenfurt (LPD). Weiter keine Schulfahrten und keinen Schüleraustausch wird es zwischen Kärnten, Friaul-Julisch-Venetien und Veneto geben! Das aufgrund des Coronavirus diese Woche und bis Sonntag, 1. März, verhängte Verbot wird bis auf Weiteres verlängert. Das wurde in einer heute von Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser, aktuell auch Vorsitzender der Euregio senza confini, einberufenen Videokonferenz mit Friauls Regionspräsident Masilmiliano Fedriga und dem Landesrat für Umwelt und Zivilschutz im Veneto, Gianpaolo Bottacin, vereinbart.


„Mir und auch meinen Eurogeio-Kollegen ist es wichtig, uns zum Wohl und zum Schutz der Bevölkerung in dieser herausfordernden Situation, vor die uns das neuartige Coronavirus stellt, ganz eng miteinander abzustimmen, Maßnahmen miteinander zu koordinieren und uns wechselseitig immer aktuell auf dem Laufenden zu halten“, betont Kaiser.


Der Kärntner Landeshauptmann informierte in der Videokonferenz seine beiden Kollegen über den aktuellen Status quo in Kärnten und Österreich. Er betonte dabei, dass gemeinsam mit der Bundesregierung eine österreichweit einheitliche Vorgehensweise zwischen Bund und Ländern beschlossen wurde. Gesetzliche Grundlage dafür bilde das österreichische Epidemiegesetz. Für darin auch enthaltene Grenzschließungen sehe man in Österreich, wie in der gestrigen Bund-Länder-Koordination im Bundeskanzleramt festgehalten, in absehbarer Zeit keine Notwendigkeit. Kaiser, er erläuterte auch das von Kärnten frühzeitig eingesetzte Expertenkoordinationsmanagement mit täglichen Updates und Abstimmungen mit dem Bund, berichtete auch, dass es in Kärnten zwar einige Verdachtsfälle gegeben habe, sich aber bis dato alle als negativ herausgestellt hätten.


Auch in Friaul gibt es, wie Präsident Fedriga berichtete, bis jetzt keinen positiven fall, bei 200 erfolgten Testungen. Die Schulen und Universitäten würden bis Sonntag gesperrt bleiben, ebenso gäbe es ein Verbot von Großveranstaltungen. Spätestens morgen solle in einer Sitzung auf nationaler Ebene geklärt werden, welche Maßnahmen weiter zu treffen seien. Auf diese noch ausstehende Entscheidung verwies auch Venetos Vertreter Gianpaolo Bottacin. Er erklärte, dass im Veneto bis dato 134 Ansteckungen registriert wurden. Davon waren 99 ohne Symptome, 29 Personen seien erkrankt, zwei bedauerlicherweise verstorben und 3 mittlerweile wieder gesund.

Kaiser vereinbarte mit seinen Kollegen, dass es weiter täglich Info-Updates zwischen den Euregio-Partnern auf Ebene des Katastrophenschutzes geben soll. Für kommende Woche wurde eine weitere Videokonferenz ins Auge gefasst.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser

Redaktion: Schäfermeier