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Das Semesterticket gilt ab sofort auch am Wochenende!

02.03.2020
R Schuschnig: „Schluss mit doppelt zahlen“ - Nach Wegfall des Stadtzuschlags ab Mai gilt Semesterkarte für Kärntens Studierende ab dem Sommersemester von Montag bis Sonntag - Hauptwohnsitz muss dafür nicht mehr in Kärnten sein.


Klagenfurt (LPD). „Ab dem Sommersemester können Studierende mit dem Semesterticket des Verkehrsverbundes kostenfrei auch am Wochenende fahren. Damit wird der öffentliche Verkehr für Junge einen Schritt attraktiver“, setzte Mobilitätsreferent LR Sebastian Schuschnig, heute, Montag, rechtzeitig zum Start des Sommersemesters den nächsten Schritt für einen attraktiven öffentlichen Verkehr in Kärnten im Sinne von Klimaschutz und künftiger Generationen.

Bislang galt das Semesterticket nur werktags von Montag bis Freitag. „Völlig unverständlich“, wie Schuschnig findet: „Gerade Studierende müssen den öffentlichen Verkehr zu den Zeiten nutzen können, wenn sie ihn brauchen und nicht doppelt zur Kasse gebeten werden. Das bereinigen wir jetzt.“

Die neue Regelung gilt ab dem Sommersemester 2020. Bereits alle Semestertickets, die seit 15. Februar gelten, sind so ausgestattet. Durch die Ausweitung des Tickets sei ab Semesterstart beispielsweise eine entspannte Anreise zum Studienort bereits am Sonntag möglich. Auch Fahrten zur Bibliothek am Wochenende oder das Treffen von Studierenden an den Bildungseinrichtungen wird dadurch erleichtert. „Wir entlasten damit alle Studierende, die zur Universität pendeln und verbessern das Campusleben.“ Ebenso werde ein nächster Schritt gesetzt, um den Tarifdschungel zu entschlacken. Schuschnig: „Wir arbeiten bereits an nächsten Maßnahmen, die wir schrittweise umsetzen. Mittelfristig wird es dafür jedoch mehr Budget im öffentlichen Verkehr brauchen.“

Abgeschafft wird ab dem Sommersemester auch die Hürde, einen Hauptwohnsitz in Kärnten haben zu müssen, um ein Semesterticket erwerben zu können. „Alle Studierende, die lediglich einen Nebenwohnsitz in Kärnten hatten, wurden vom Semesterticket ausgeschlossen. Diese Regelung war ungerecht, praxisfern und nicht mehr zeitgemäß. Wir haben sie daher gestrichen.“, erläuterte Schuschnig. Ab sofort könne jeder Studierende, der nicht älter als 24 Jahre ist und in Kärnten studiert, die Semesterkarte beantragen.

„Wenn wir die Mobilitätswende in Kärnten forcieren wollen, gilt es vor allem junge Menschen für den öffentlichen Verkehr zu begeistern. Besonders für die junge Generation ist Klimaschutz das zentrale Anliegen der Zukunft.“, so Schuschnig. Das Ziel müsse es sein, dass Kärntner Studierende auch in Kärnten ein besseres Angebot an öffentlichem Verkehr bekommen. Ein moderner Hochschulstandort brauche ein zeitgemäßes Angebot an Bus- und Bahnverbindungen. „Zusätzlich zum erweiterten Semesterticket entfällt für Studierende auch der Stadtzuschlag. Studierende können ab Mai 2020 die Stadtbusse in Klagenfurt kostenfrei nutzen und sparen sich damit 71 Euro,“ teilte Schuschnig mit.

Grundsätzlich brauche es für eine Verbesserung im öffentlichen Verkehr ein höheres Budget in Kärnten. „Gerade in Zeiten des Klimaschutzes sind alle gefordert, deutlich mehr in den öffentlichen Verkehr zu investieren. Kärnten hat im Vergleich zu anderen Bundesländern deutlichen Aufholbedarf aufgrund der Versäumnisse der letzten Jahrzehnte. Dafür lege ich noch heuer einen Reformplan vor, der anhand von konkreten Zahlen den Aufholprozess zeigt“, so Schuschnig. Das Wichtigste in Kärnten werde jedoch eine Ausweitung des Angebotes sein. „Denn wo nur ein oder zwei Mal am Tag ein Bus fährt, wird sich auch mit einem günstigen Ticket wenig ändern.“, betonte Schuschnig.

Die verbesserte Semesterkarte für Studenten kann online über die Webseite des Verkehrsverbundes Kärnten beantragt werden. Nach der Zahlung könne die Semesterkarte selbst ausgedruckt werden. Ebenso ist es möglich, die Semesterkarte für Studierende auf sein Smartphone zu laden, zusätzlich zu dem bereits bekannten Papierausweis. Schuschnig: „Dadurch erspart sich der Studierende Zeit und zusätzliche Wege. Es braucht nur ein paar wenige Klicks und man kann mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in den Hörsaal und zurückfahren.“

Die Semesterkarte gilt ab 15. Februar für fünfeinhalb Monate und ist streckenbezogen. Sie gilt für Studierende an der Universität Klagenfurt, Fachhochschule Kärnten, Pädagogischen Hochschule Kärnten sowie an der Gustav Mahler Privatuniversität. Gemeinsam mit dem Online-Antrag muss auch ein Meldezettel, die Inskriptionsbestätigung und ein aktuelles Passfoto hochgeladen werden. Allen Studierenden wünschte Schuschnig einen guten Start ins neue Semester.


Rückfragehinweis: Büro LR Schuschnig
Redaktion: Hetzel/Zeitlinger
Fotohinweis: Büro LR Schuschnig