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Neues Beschäftigungsprogramm im Rahmen der Katastrophenhilfe für Oberkärnten

04.03.2020
LR Fellner, AMS-Chef Wedenig und Bgm. Schober präsentierten Projekt, das Arbeitssuchenden in der Region sowie Gemeinden zugute kommt


Klagenfurt (LPD). Im Spätherbst vergangenen Jahres fegte Sturmtief „Detlef“ über Kärnten hinweg und hinterließ eine Spur der Verwüstung und Schäden in Millionenhöhe. Vor allem Oberkärnten wurde arg in Mitleidenschaft gezogen.

Katastrophenschutz- und Gemeindereferent LR Daniel Fellner erinnert an das Soforthilfepaket in Höhe von fünf Millionen Euro, welches das Land Kärnten sofort nach dem Unwetter beschlossen hat, um rasch und unbürokratisch Hilfe leisten zu können. Nun gibt es eine weitere Unterstützung für die betroffenen Gemeinden in Oberkärnten: „Ich freue mich, heute, Mittwoch, gemeinsam mit dem AMS dieses Beschäftigungsprogramm präsentieren zu können, dass die Gemeinden nichts kostet, sie aber bei der Bewältigung der Aufarbeitung der Schäden massiv entlastet“, gab Fellner im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt.

Das Projekt umfasst 20 Personen, im Zeitraum vom 1. April bis 31. Dezember 2020. Es handelt sich um Arbeitssuchende ab einem Alter von 50 Jahren. Der Gesamtaufwand für das Projekt beträgt 654.000 Euro. Davon übernimmt das AMS 66,67% (407.000 Euro), über den TEP (Territorialer Beschäftigungspakt) des Landes Kärnten aus dem Verantwortungsbereich von LHStv.in Gaby Schaunig kommen 25% (144.000 Euro), Gemeinde- und Katastrophenschutzreferent Fellner übernimmt die restlichen acht Prozent der Kosten sowie die Abwicklungskosten für die Gemeinden, also in Summe 103.000 Euro.

Abgewickelt wird das Projekt über die gemeinnützige Arbeitskräfteüberlassung „GPS – Gemeinnütziges Personalservice Kärnten GmbH“, die Gemeinden fungieren als Beschäftigungsbetriebe, die weder administrativen Aufwand noch Kosten übernehmen müssen. Fellner: „Ein wirklich sinnvolles wie nachhaltiges Projekt, das Arbeitssuchenden jenseits der 50 berufliche Perspektiven bietet und gleichzeitig den unwettergeplagten Gemeinden hilft“.

„Im Rahmen des Projektes werden regionale Arbeitsplätze für regionale Arbeitskräfte geschaffen“, sagte AMS-Landesgeschäftsführer Peter Wedenig. Der Nutzen des Projektes sei ein mehrfacher: „Wir schaffen Chancen für Arbeitsuchende über 50 Jahre in den Regionen und unterstützen sie damit beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt. Denn ältere Personen haben es derzeit bei der Jobsuche besonders schwer. Gleichzeitig profitieren die betroffenen Gemeinden: Sie bekommen Unterstützung bei der Bewältigung diverser Unwetterschäden. Aus den Gesprächen mit den Gemeinden wissen wir, dass da Aufräumarbeiten dabei sind, die ohne zusätzliche personelle Unterstützung nicht so rasch stattfinden könnten.“

Der Flattacher Bürgermeister Kurt Schober berichtete, dass die Auswirkungen des Unwetters in seiner Gemeinde immer noch deutlich sichtbar seien. „Zusätzliche helfende Hände, die bei der Aufarbeitung der Schäden unterstützen, sind eine wichtige Unterstützung für die betroffenen Kommunen und dieses Projekt entlastet auch die Gemeindekasse enorm.“


Rückfragehinweis: Büro LR Fellner
Redaktion: Fischer/Zeitlinger
Fotohinweis: Büro LR Fellner