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Infrastruktur: Öffentliche Auftraggeber investieren 2020 rund eine Milliarde Euro

06.03.2020
LH Kaiser, LHStv.in Schaunig, LR Gruber: Regierung präsentiert Bauinvestitionsprogramm in der nächsten Regierungssitzung – knapp eine Milliarde Euro fließen in den Bau von Wohnungen, Straßen oder in den Leitungstiefbau


Klagenfurt (LPD). Das Kärntner Bauinvestitionsprogramm (K-BIP) ist ein gemeinsames Projekt des Landes Kärnten und der ARGE Bauwirtschaft (Wirtschaftskammer), um einen weitgehenden Überblick über das Bauinvestitionsvolumen der öffentlichen Hand in Kärnten zu erhalten und den Entscheidungsträgern die Möglichkeit zur wirtschaftlichen Steuerung zu geben.

In der kommenden Regierungssitzung legen die Regierungsmitglieder das referatsübergreifende Budget für 2020 offen und leiten es an den Kärntner Landtag weiter. Wie Landeshauptmann Peter Kaiser ankündigt, werden 2020 sämtliche öffentlichen Auftraggeber, d. h. Land Kärnten inklusive ausgegliederter Rechtsträger sowie Asfinag, Öbb, Big und Kelag in Summe über 965 Mio. Euro in Infrastrukturprojekte wie Wohnungsbau, Straßen, Leitungstiefbau und Hochbau investieren. Das sind um rund 37 Millionen Euro mehr als noch im Jahr 2019. „Die Bauwirtschaft boomt, nicht zuletzt auch wegen der steigenden Aufträge von Seiten der öffentlichen Hand. Immerhin kommen rund 48 Prozent der Bauaufträge von dieser Seite. Schon 2019 hatte Kärnten ein Produktionswertplus zu verzeichnen, das über dem Bundesschnitt lag“, betonen LH Peter Kaiser, Finanzreferentin LHStv.in Gaby Schaunig und Straßenbaureferent LR Martin Gruber die konstant gute Entwicklung in der Kärntner Bauwirtschaft.

Schon in konjunkturschwachen Zeiten habe die öffentliche Hand laut Kaiser für eine anhaltend positive Entwicklung in der Bauwirtschaft gesorgt. Dass nun der private Sektor mit Investitionen in den Vordergrund rücke, zeige zudem, dass Kärnten nach schwierigen aber konsequenten Jahren den Weg auf die Überholspur geschafft hat und belege den Optimismus der Investoren, der in der Bereitschaft in den Standort Kärnten zu investieren, sichtbar wird. „Mehr Investitionen, steigende Beschäftigung und damit mehr Einkommen stärken den Wirtschaftsstandort Kärnten nachhaltig“, sagt Kaiser.

„Mit dem Bauinvestitionsprogramm können wir seit 2017 transparent machen, was das Land Kärnten und seine Gesellschaften in die Entwicklung des Landes am Bausektor investieren und es werden die Effekte deutlich“, weist Schaunig hin. So seien mit dieser Gesamtinvestitionssumme von fast einer Milliarde Euro deutlich über 10.000 Arbeitsplätze im Baugewerbe sowie in den vor- und nachgelagerten Bereichen verbunden. Schaunig verweist auch auf die neuen Richtlinien der Wohnbauförderung, die seit Anfang dieses Jahres gelten. „Wir setzen mit den neuen Richtlinien einen zusätzlichen Schwerpunkt auf die besonders beschäftigungsintensive Sanierung im privaten Hausbau ebenso wie im gemeinnützigen Wohnungsbau.“

Außerdem habe man es mit dem Bestbieterprinzip geschafft, die heimische Bauwirtschaft in den Vordergrund der Auftragsvergaben zu rücken. Längst sei laut Schaunig und Gruber nicht der Preis alleine entscheidend bei Vergaben, sondern auch beispielsweise die Entfernung zwischen Unternehmen und Baustelle. „Wir achten z.B. im Straßenbau seit Jahren konsequent darauf, sodass dadurch vor allem regionale Firmen Aufträge erhalten. Das ist bei über 250 Baumaßnahmen auf den Kärntner Landesstraßen allein 2020 ein wichtiges Signal an die heimische Wirtschaft“, so Straßenbaureferent Gruber. Denn die eingesetzten Mittel lösen vor Ort ein vielfach höheres Investitionsvolumen aus. „Damit ist die Bauwirtschaft einer der wesentlichsten Konjunkturtreiber, die auch in unsicheren Zeiten für Wohlstand sorgt“, betont LR Gruber, der auch auf Großinvestitionen der ÖBB beim Koralmtunnel oder der Asfinag im höherrangigen Straßennetz verweist. „Wir verbinden Ökologie und Ökonomie, um unser Land in eine enkeltaugliche Zukunft zu führen“, so Kaiser.

Konkret fließen 2020 von Seiten des Landes und seiner Gesellschaften rund 463,6 Millionen Euro in den Hochbau (264 Mio. Euro) und rund 199,5 Mio. Euro in den Tiefbau wie beispielsweise in den Straßenbau, in den Leitungstiefbau, den Kläranlagenbau oder den Wasserbau. Investitionssummen von rund 501,4 Millionen Euro kommen von öffentlichen Firmen wie Asfinag, Öbb, Big und Kelag, die in den Hoch- und Tiefbau investieren.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Robitsch/Schäfermeier