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Coronavirus 21: Experten-Koordinationsgremium tagte zu Verordnungen des Bundes

08.03.2020
Stichprobenartige Kontrollen und Untersuchungen an italienisch-österreichischer Grenze sollen ab nächster Woche durchgeführt werden – LHStv.in Prettner beriet sich mit Gesundheitsminister Anschober – Morgen, Montag, nächste Sitzung des Koordinationsgremiums


Klagenfurt (LPD). Heute, Sonntag, tagte das Experten-Koordinationsgremium zum Coronavirus unter der Leitung von Günther Wurzer, Leiter der Gesundheitsabteilung des Landes, in der Kärntner Landesregierung. Ebenso an den Beratungen nahmen Vertreter der Polizei teil.

Thema war dabei die von der Bundesregierung erlassenen Verordnungen zu den geplanten Maßnahmen an der österreichisch-italienischen Grenze, die ab nächster Woche umgesetzt werden sollen. Demnach sind nach Österreich einreisende oder durchreisende Personen verpflichtet, sich auf Anordnung der Gesundheitsbehörde (der jeweiligen Bezirkshauptmannschaft) einer medizinischen Überprüfung (Fiebermessung) zu unterziehen. Tenor im Koordinationsgremium war es, dass die Vorgaben des Bundes bedauerlicherweise sehr vage seien, von Kärntner Seite aber alles dafür getan werde, die Maßnahmen gemeinsam mit den Bund entsprechend umzusetzen.

Wie die stichprobenartigen Kontrollen und Untersuchungen ab nächster Woche durchgeführt werden, ist derzeit Gegenstand der Beratungen. Im Koordinationsgremium wird zwischen den einzelnen Institutionen sichergestellt, dass die Kontrollen und Untersuchungen in Kärnten – wie von Bundesseite vorgeschrieben – ab nächster Woche planmäßig und entsprechend den Vorgaben umgesetzt werden können. Dazu gibt es morgen, Montag, die nächste Sitzung des Koordinationsgremiums.

Heute, Sonntag, hat sich Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner zudem telefonisch mit Gesundheitsminister Rudi Anschober beraten. Seitens des Ministeriums werden die entsprechenden Verordnungen nochmals begutachtet, da sich die Lage in Italien mittlerweile geändert habe und es ohnehin zu erheblichen Reiseeinschränkungen in den betroffenen Gebieten kommt, informiert Prettner. Daher seien die Verordnungen auch nicht mit Montag umsetzbar. Gegenüber dem Gesundheitsminister stellte Prettner fest, dass es bezüglich der Kontrollen bundeseinheitliche Lösungen brauche und es ebenso zusätzliche Ressourcen zur Finanzierung der geplanten Maßnahmen benötige.

I N F O: Auskünfte für die Bevölkerung gibt es rund um die Uhr unter der kostenlosen AGES-Infoline Coronavirus 0800 555 621 oder über die Gesundheitshotline 1450. Informationen findet man außerdem unter www.ages.at/themen/krankheitserreger/coronavirus. Berichte und ein Informationsblatt mit Verhaltensregeln für Einreisende aus Risikogebieten gibt es unter ktn.gv.at.

Die Medien werden ersucht, Anfragen an die Landessanitätsdirektion ausschließlich über den Landespressedienst abt1.lpd@ktn.gv.at zu stellen. LPD-Leiter Gerd Kurath ist unter Tel. 0664 80536 10201 für Medienanfragen erreichbar.


Rückfragehinweis: Landespressedienst
Redaktion: Fabian Rauber