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Regierungssitzung 3 - Klimaschutz: Regierung legt Zwischenbericht zur Klimaagenda vor

10.03.2020
LH Kaiser, LR.in Schaar: Kärnten erstes Bundesland mit Klimaagenda zu CO2-Reduktion – Regierung legte Zwischenbericht vor – 74 Maßnahmen aus Fachabteilungen – Mehrzahl in Umsetzung


Klagenfurt (LPD). Kärnten hat im Oktober 2019 die Erstellung einer Klimaagenda in der Landesregierung beschlossen. Damit bekennt sich das Land zu den internationalen Klimazielen und zu einer aktiven Klima- und Energiepolitik. „Kärnten ist das erste Bundesland, das mit dieser Klimaagenda und dem damit verbundenen Zielsteuerungssystem koordiniert vorgeht, um eine kontinuierliche CO2-Reduktion herbeizuführen. Bis zum Jahr 2030 sollen 36 % der CO2-Emissionen eingespart werden“, berichten LH Peter Kaiser und Klima- und Umweltschutzreferentin LR.in Sara Schaar in der heutigen Regierungssitzung, in der der Zwischenbericht zur referatsübergreifenden Klimaagenda vorgelegt wurde.

„Der Bericht gibt einen Überblick zu laufenden bzw. sich in Planung befindlichen Maßnahmen zum Klimaschutz sowie zur Klimaanpassung. Die Fachabteilungen des Landes haben bis dato 74 Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Reduktion von CO2 gemeldet, die überwiegend in Umsetzung sind und die einen direkten Bezug zu den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen haben“, bestätigt Schaar. Dazu gehören Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung, Maßnahmen im Bereich Gebäude, Energieerzeugung und Energieeffizienz sowie Schritte in den Bereichen F-Gase, Mobilität, Landwirtschaft und Klimaanpassung.

So wurde laut Schaar beispielsweise der Energieaufwand für Strom und Wärme und somit der CO2-Ausstoß bei den Liegenschaften des Landes minimiert, ebenso wurden die Raumflächen nach einem Raumfunktionskonzept optimiert. Die Steigerung der Energieeffizienz schreite ebenso voran. „Der Klimaschutz ist eine zentrale Herausforderung unserer Zeit. Jeder Schritt ist wichtig, um das Klima für nächste Generationen zu schützen und um etwaige Strafzahlungen an die EU zu verhindern. Wir nehmen Enkelverantwortung wahr und nehmen wichtige Weichenstellungen vor, um unseren Kindern und Jugendlichen eine lebenswerte Umwelt und Natur zu hinterlassen, die es ihnen ermöglicht in Kärnten nicht nur gesund und glücklich aufzuwachsen, sondern hier, daheim auch Lebensperspektiven vorzufinden“, so Kaiser.

Um allen bei der Erstellung der Klimaagenda beteiligten Personen bzw. Fachabteilungen einen Gesamtüberblick hinsichtlich der gemeldeten Maßnahmen zu ermöglichen, fand bereits ein erster gemeinsamer Workshop im Februar 2020 dazu statt. „Nachdem der Klimaschutz eine Querschnittsmaterie darstellt, sind eine verstärkte Zusammenarbeit und ein Austausch zwischen den Fachabteilungen sowie eine gemeinsame Betrachtungsweise und Bearbeitung ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Ich möchte mich für das bisherige großartige Engagement aller Beteiligten bedanken“, bekräftigt Schaar. So einigte man sich dort bereits auf eine Zusammenarbeit z.B. im Bereich Photovoltaik auf Landesgebäuden, zum Thema Energiearmut – Schwerpunktsetzung Energieverbrauchsberatung durch SozialarbeiterInnen, im Bereich klimafreundliche Mobilität, die Fahrradmobilität zu stärken sowie auf eine Schwerpunktsetzung zum Thema Klimaschutz in Schulen.

Zugleich legt der Zwischenbericht auch die weitere Vorgehensweise fest. „Noch im März 2020 wird das Klimateam, das im Zuge der Realisierung der Klimaagenda gebildet wurde und aus Vertretern der Fachabteilungen besteht, zusammenkommen, um die erarbeiteten Maßnahmenvorschläge aus dem ersten Workshop weiter zu behandeln. Zudem werden Arbeitsgruppen in den Fachabteilungen sowie auch eine Arbeitsgruppe mit BürgerInnen, Vertretern von NGOs und weiteren Interessierten, wie etwa den ‚Fridays for Future‘ eingerichtet, um klimarelevante Problemstellungen und Themen zu diskutieren. Der nächste Fortschrittsbericht ist für Herbst 2020 geplant., so Schaar weiter.

Im Vorfeld wurde für die Umsetzung der Klimaagenda eine Steuerungsgruppe, in der alle Mitglieder der Landesregierung vertreten sind, eingerichtet. „Klimaschutz ist eine Querschnittsmaterie, daher müssen so viele Beteiligte von unterschiedlichsten Ebenen wie nötig eingebunden sein.“, hält Kaiser fest.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser, Büro LR.in Schaar
Redaktion: Plimon/Stirn