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Regierungssitzung 5: Land Kärnten startet erste Online-Mobilitätsumfrage

10.03.2020
LR Schuschnig: „Wir wollen von den Nutzern des öffentlichen Verkehrs selbst erfahren, wo wir nachbessern müssen.“ Ergebnisse sollen bis Mitte April vorliegen und in den Reformplan ÖV 2020+ einfließen


Klagenfurt (LPD). Mit einer breit angelegten Mobilitätsumfrage will Mobilitätslandesrat Mag. Sebastian Schuschnig die Kärntner Bevölkerung in den von ihm gestarteten Reformplan des öffentlichen Verkehrs einbinden. Den Startschuss gab es heute, Dienstag, in der Sitzung der Kärntner Landesregierung. „Wir wollen von der Bevölkerung und den Nutzerinnen und Nutzern direkt erfahren, wo wir nachbessern und Maßnahmen setzen müssen“, so der Mobilitätslandesrat.

Die Mobilitätserhebung werde über drei Wege erfolgen. „Wir starten einerseits eine repräsentative Umfrage und bieten darüber hinaus mit einer Online-Befragung jedem Einzelnen die Möglichkeit, sich zu beteiligen. Anderseits setzen wir besonders auf die Meinung der jungen Generation und starten eine Erhebung an Kärntens Schulen. Diese Erhebung soll ein für die Kärntner Bevölkerung repräsentatives Ergebnis liefern, die wir im Anschluss gemeinsam mit den Stakeholdern des ÖV Reformplans evaluieren werden“, erläutert Schuschnig.

Jeder, der etwas beitragen möchte, könne seine Verbesserungsvorschläge für den öffentlichen Verkehr einbringen. Die Online-Befragung wurde vergangenen Freitag gestartet und läuft bis Mitte April. „Zur unkomplizierten Durchführung der Online-Befragung werden wir auch direkt in den öffentlichen Verkehrsmitteln QR-Codes ausreichend und sichtbar platzieren. Nutzer können die Befragung dann gleich während der Fahrtzeit durchführen“, so der zuständige Mobilitätsreferent.

Darüber hinaus werde in Kooperation mit der Bildungsdirektion auch eine Befragung in zehn Kärntner Schulen erfolgen. „Wir wissen, dass Schülerinnen und Schüler zur wichtigsten Nutzungsgruppe des öffentlichen Verkehrs zählen. Ihr Feedback und ihre Erwartungen sind uns wichtig. Schließlich wollen wir die junge Generation auch nach ihrem Schulabschluss für den öffentlichen Verkehr begeistern“, hebt Schuschnig hervor.

Die Abwicklung der Erhebung erfolgt durch den Verkehrsverbund Kärnten, dessen Verkehrsexperten den Fragebogen gemeinsam mit dem renommierten Sozialforscher Dr. Brunmayr erarbeitet haben. Die Fragen beziehen sich auf das Mobilitätsverhalten und darauf, welche Strecken vorzugsweise mit welchen Verkehrsmitteln getätigt werden. Zugleich werde auch die Zufriedenheit der Nutzer im Hinblick auf die Infrastruktur, die Anbindungen und den Service erhoben. Ausgewertet werden die Ergebnisse vom market Institut. „Es gehe um die Prioritäten. Wir müssen die Budgetmittel in erster Linie dort einsetzen, wo die größten Effekte damit erzielt werden können“, hält Schuschnig fest.

Einmal mehr ruft der Mobilitätslandesrat in diesem Zusammenhang in Erinnerung, dass es zur Steigerung der Attraktivität des öffentlichen Verkehrs mehr Budgetmittel bedürfe. „Im Sinne des Klimaschutzes müssen wir mittelfristig mehr in den öffentlichen Verkehr investieren und neue Antriebstechnologien fördern. Hier sind alle gefordert, einen Beitrag zu leisten.“ Dafür werde er sich auch bei der Bundesregierung einsetzen. „Mit dem 1-2-3-Ticket und der Nahverkehrsmilliarde setzt der Bund richtige Maßnahmen, von denen Kärnten bestmöglich profitieren muss“, so Schuschnig.


Betreffend der ersten Online-Mobilitätsumfrage meint Schuschnig: „Ich freue mich auf spannende Ergebnisse und hoffe, dass sich viele Kärntnerinnen und Kärntner an der Befragung beteiligen.“
Die Befragung ist online abrufbar unter: www.kaerntner-linien.at.



Rückfragehinweis: Büro LR Schuschnig
Redaktion: Miriam Hetzel