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Coronavirus 35: KABEG trifft weitere Maßnahmen

13.03.2020
LHStv.in Prettner: Nicht vordringliche Untersuchungen und Behandlungen werden verschoben – Eingänge werden kontrolliert – Generelles Besuchsverbot ausgesprochen – Veranstaltungen abgesagt – Schutzausrüstung derzeit für aktuellen Bedarf vorhanden


Klagenfurt (LPD). Wie die KABEG heute, Freitag, mitteilt, werden in den Akutspitälern der KABEG alle geplanten Eingriffe und Untersuchungen bis auf weiteres verschoben. Diese Maßnahme wird gemäß den Empfehlungen des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz getroffen. „Dies bedeutet, dass ab sofort alle nicht vordringlichen Untersuchungen und Behandlungen (inklusive Operationen) auf spätere Zeit verschoben werden“, informiert heute, Freitag, Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner. Darüber hinaus werden – abgesehen von medizinisch vordringlichen Fällen – keine neuen Termine für Untersuchungen und Behandlungen vereinbart.

Zudem werden die Eingänge in den Spitälern geschlossen und durch Sicherheitspersonal überwacht. Patienten kommen somit nur kontrolliert in die Gebäude. Corona-Verdachtsfälle werden vom restlichen Patientenstrom getrennt und in gesonderten Einheiten weiterbehandelt.

In den Spitälern gilt ein generelles Besuchsverbot – Ausnahmen sind nur in begründeten Einzelfällen und nach Rücksprache mit dem medizinischen Personal möglich. Veranstaltungen wurden abgesagt.
Die KABEG-Verantwortlichen teilen weiters mit, dass derzeit Schutzausrüstung wie Schutzmasken, Schutzmäntel und Einmalhandschuhe für den aktuellen Bedarf vorhanden ist. Der Gesamtverbrauch werde durch konkrete Maßnahmen vorsorglich auf das notwendige Maß reduziert.

Desinfektionsmittelflaschen werden in den öffentlichen Bereichen ohne direkten Patientenkontakt im Klinikum Klagenfurt (Gänge, WC) nicht nachgefüllt, da dort das Waschen der Hände mit Seife als Hygienemaßnahme ausreicht. Sollte es zu Engpässen kommen, könne auf eine Eigenherstellung durch die hauseigene Apotheke zurückgegriffen werden.

Die Gesundheitsreferentin teilt mit, dass es in Kärnten 120 Intensivbetten für Erwachsene gebe und dazu noch 35 für Kinder. Alle seien mit Beatmungsmöglichkeiten ausgestattet. „Im Klinikum Klagenfurt stehen 69 Betten zur Verfügung, die kurzfristig noch um elf aufstockbar sind“, so Prettner.

I N F O: Auskünfte für die Bevölkerung gibt es rund um die Uhr unter der kostenlosen AGES-Infoline Coronavirus 0800 555 621. Die Gesundheitshotline 1450 soll nur bei Krankheitssymptomen kontaktiert werden. Informationen findet man außerdem unter www.ages.at/themen/krankheitserreger/coronavirus. Berichte und ein Informationsblatt mit Verhaltensregeln für Einreisende aus Risikogebieten gibt es unter https://www.ktn.gv.at. Reisewarnungen sind unter: https://www.bmeia.gv.at/reise-aufenthalt/reiseinformation/laender/ zu finden.

Die Medien werden ersucht, Anfragen an die Landessanitätsdirektion ausschließlich über den Landespressedienst abt1.lpd@ktn.gv.at zu stellen. LPD-Leiter Gerd Kurath ist unter Tel. 0664 80536 10201 für Medienanfragen erreichbar.



Rückfragehinweis: Landespressedienst
Redaktion: Fabian Rauber