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Coronavirus 56: Bund und Landeshauptleute nehmen Vorschläge von LH Kaiser für weitere Maßnahmen an

17.03.2020
LH Kaiser in Videokonferenz mit BK Kurz und LH-Kollegen: Kur- und rehakliniken für Ausweitung Behandlungskapazitäten nutzen. Über AMS Arbeitslose zur Unterstützung für Logistik und Handel gewinnen. Dank an Bevölkerung und allen Helfern


Klagenfurt LPD. Breite Unterstützung gab es für die von Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser gestern im Rahmen einer abendlichen Videokonferenz mit Bundeskanzler Sebastian Kurz und den anderen Landeshauptleuten gemachten Vorschläge für weitere Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus.

Zur Bewältigung der Coronakrise seien laufend Maßnahmen nötig, um die rasante Ausbreitung des Virus zu verhindern und um das Gesundheitssystem für alle, die es in dringenden Fällen brauchen, aufrecht zu erhalten. Eine der präventiven Maßnahmen ist die Bereitstellung von Betten und Personal außerhalb von Krankenhäusern, da die Spitäler mit ihrer technischen Infrastruktur nur für schwere Coronafälle bereitstehen sollten.

Kaiser schlug daher vor, Kuranstalten und Rehakliniken für diese Situation zu gewinnen, er selbst habe schon entsprechende Gespräche geführt. „Dort haben wir Betten, dort gibt es Personal, das wir im Beruf halten können und das fachkundig agieren kann und welchem wir Schulungen anbieten können. Damit müssten sämtliche Kur- und Rehabetriebe jetzt, da sie ihre Patientenanzahlen herunterfahren ihr Personal auch nicht kündigen“, so Kaiser. Diese Entscheidung sei jedoch rasch zu treffen. Bundeskanzler Sebastian Kurz sowie die Landeshauptleute unterstützten Kaisers Vorschlag.

Kaiser sprach weiters die prekäre Lage der Einpersonenunternehmen sowie der Kunst- und Kulturschaffenden an, für die die Bundesregierung Lösungen erarbeiten müsse. Auch darin unterstützten die Landeshauptleute Kaiser. „Auch jene Menschen, die sich jetzt beim AMS melden müssen, sollten wir ansprechen, weil wir sie in der Logistik für die Systemerhaltung, wie beispielsweise den Handel, brauchen“, erklärte Kaiser. Der Handel suche derzeit tausende Mitarbeiter in Österreich, derzeit helfe schon das Bundesheer aus.

Landeshauptmann Peter Kaiser spricht der Kärntner Bevölkerung für die Disziplin und die Einhaltung der Maßnahmen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, heute, Dienstag, einmal mehr seinen außerordentlichen Dank aus. „Uns ist allen bewusst, dass diese drastischen Maßnahmen die Menschen im Land vor neue, noch nie dagewesene Herausforderungen stellen. Die Solidarität, die nun entstanden ist und die Einhaltung sämtlicher Maßnahmen werden uns allen helfen, die Situation zu meistern. Das Land Kärnten - und ich ganz persönlich - dankt allen für diese außerordentliche Disziplin“, so Kaiser.

Vor allem die herausragende Leistung derer, die das gesamte System aufrechterhalten, sei laut Kaiser bespiellos und ein Zeichen dafür, dass die Gesellschaft in der Lage ist, in der Not zusammenzuhalten. „Ich danke allen, die arbeiten müssen, im Handel, im Gesundheits- und Pflegebereich, in der Sicherheit und jenen, die sich freiwillig bereit erklären, mitzuhelfen. Nur so lassen sich Krisen bewältigen. Und gemeinsam werden wir diese noch nie dagewesene Prüfung auch meistern“, betont Kaiser.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Schäfermeier/Robitsch