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Coronavirus 57: Land Kärnten richtet mit Roten Kreuz Telefonnummer für Freiwillige ein

17.03.2020
LH Kaiser, LHstv.in Prettner, LR Fellner: Meldungen unter 05 09 144 2020 von Montag bis Freitag bzw. unter der E-Mail-Adresse teamgesundheit@k.roteskreuz.at


Klagenfurt (LPD). Im Rahmen der Sitzung des Experten-Koordinationsgremiums heute, Dienstag, im Amt der Kärntner Landesregierung informierten Landeshauptmann Peter Kaiser, Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner Katastrophenschutzreferent LR Daniel Fellner und Koordinator Günther Wurzer Leiter der Gesundheitsabteilung des Landes, über die Coronavirus-Entwicklung bzw. weitere Maßnahmen im Land.

Der Landeshauptmann verwies erneut darauf, dass Kur- und Rehab-Betriebe - in diesen werden nur mehr Akutfälle behandelt - so rasch als möglich für die Ausweitung der medizinischen Versorgungskapazitäten gewonnen werden sollten. An alle rückreisenden Kärntnerinnen und Kärntner aus Tirol, ob nun Urlauber und auch demnächst Bauarbeiter, richtete er den Apell die Schutzmaßnahmen ernst zu nehmen und sich so zu verhalten, dass es zu keiner Virusübertragung komme. Zudem forderte er die Baufirmen auf, ihre Mitarbeiter über die Coronasituation genau zu informieren. Zur Nachfrage der Betreuung der Kindergartenkinder gab der Landeshauptmann bekannt, dass nur ganz wenige sie in Anspruch nehmen und es keinen Ansturm gäbe. In Bezug auf die vielen Supermarktmitarbeiterinnen richtete er an die Dienstgeber die Aufforderung, für deren Schutz so gut als möglich zu sorgen.

Gesundheitsreferentin Beate Prettner teilte mit, dass im Krankenanstaltenbereich die Vorkehrungen laufend verstärkt werden: „Wir sind hier wirklich gut aufgestellt – es wird auf allen Ebenen permanent nachgeschärft. So wurde heute beschlossen, dass in Villach ein neues Notquartier zur Verfügung stehen wird: Und zwar können in de La Tour in Treffen 54 Plätze für leichtere Krankheitsverläufe freigemacht werden.“ Zudem teilte Prettner mit, dass Primarius Rudolf Likar zum Koordinator für den gesamten Intensivbereich in Kärnten bestellt wurde. „Mit ihm haben wir eine kompetente, umsichtige Persönlichkeit an der Spitze“, bedankte sich Prettner beim Primararzt für seine „selbstverständliche“ Bereitschaft.

Von der Ärztekammer respektive der ÖGK Landesstelle Kärnten erwartet sich die Gesundheitsreferentin eine Übersicht über alle niedergelassenen Ordinationen: „Wir müssen Klarheit haben, welche Ärzte in welchem Ausmaß für ihre Patienten zur Verfügung stehen“, betonte Prettner. „Wir benötigen diesen Überblick auch, um für unsere Hotline 050 536 53003 dementsprechend gerüstet zu sein, damit die Experten bei Nachfrage kompetente Auskünfte geben können.“ Grundsätzlich erwartet sich die Gesundheitsreferentin eine Forcierung von mobilen Einsätzen, sprich Visiten, der Allgemeinmediziner. Die ÖGK fordert sie auf, für die notwendigen Ausrüstungen ihrer Ärzte zu sorgen – „nach dem Vorbild, wie es die Krankenanstalten machen“. Prettner hat sich diesbezüglich bereits brieflich an die Österreichische Gesundheitskasse gewendet.

Erfreut zeigen sich Kaiser, Prettner und Fellner, dass sich viele ehrenamtliche Helfer zu freiwilligen Einsätzen melden. „Um die Meldungen bündeln zu können, wurde heute vom Land Kärnten mit dem Roten Kreuz eine E-Mail-Adresse (teamgesundheit@k.roteskreuz.at) bzw. die Telefonnummer 05 09 144 2020 eingerichtet. Sie ist von Montag bis Freitag von 8 bis 15 Uhr besetzt. Hier werden die Meldungen nach Qualifikationen und Berufsausbildungen sortiert damit alle sinnvoll ihren Aufgaben zugeteilt werden können“, gaben alle drei bekannt.

Ausdrücklich bedankten sich Kaiser, Prettner und Fellner bei den Freiwilligen für ihre angebotenen Dienste: „Das ist gelebte Solidarität. Solidarität macht unsere Gesellschaft stark. Herzlichen Dank!“.

I N F O: Auskünfte für die Bevölkerung gibt es rund um die Uhr unter der kostenlosen AGES-Infoline Coronavirus 0800 555 621 oder über die Gesundheitshotline 1450. Informationen findet man außerdem unter www.ages.at/themen/krankheitserreger/coronavirus. Berichte und ein Informationsblatt mit Verhaltensregeln für Einreisende aus Risikogebieten gibt es unter https://www.ktn.gv.at.

Die Medien werden ersucht, Anfragen an die Landessanitätsdirektion ausschließlich über den Landespressedienst abt1.lpd@ktn.gv.at zu stellen. LPD-Leiter Gerd Kurath ist unter Tel. 0664 80536 10201 für Medienanfragen erreichbar.

Rückfragehinweis: Landespressedienst, Rotes Kreuz
Redaktion: Michael Zeitlinger