News

POLITIK

Coronavirus 80: Nächste Sitzung der Kärntner Landesregierung ganz im Zeichen von COVID-19

20.03.2020
LH Kaiser: Schutz der Gesundheit der Bevölkerung hat oberste Priorität – Beschlüsse auch zu Schule für Gesundheits- und Krankenpflege, Investitionen in Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtungen sowie Görtschitztalfonds


Klagenfurt (LPD). Auch in der 45. Regierungssitzung der Kärntner Landesregierung am kommenden Dienstag wird es zentral um die Maßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung des Coronavirus gehen. Das Kollegium wird sich unter Vorsitz von Landeshauptmann Peter Kaiser über entsprechende Maßnahmen seitens des Landes, die in engster Koordination mit EU, Bund, Ländern, Nachbarländern, bis hin zu den Bezirksbehörden, Einsatzorganisationen und Krankenanstalten zu treffen sind, beraten.

„Der Schutz der Gesundheit der Bevölkerung hat oberste Priorität“, betont der Landeshauptmann heute, Freitag. Er ruft einmal mehr alle Kärntnerinnen und Kärntner auf, die Vorgaben und eingeleiteten Maßnahmen zum eigenen und zum Schutz der Mitmenschen genau zu befolgen. Darüber hinaus sei es ihm wichtig, dass die Landesregierung mit den weiteren Beschlüssen auch Zukunftsoptimismus signalisiere. „Wir werden auch diese Krise, die zweifellos eine der härtesten und herausforderndsten in der Geschichte unseres Landes nach 1945 ist, gemeinsam meistern. Kärnten und die Kärntner Bevölkerung sind großartig. Gemeinsam werden wir auch das Coronavirus besiegen. Auch für die Zeit danach, stellen wir jetzt schon die Weichen Richtung positiver Zukunft“, betont Kaiser.

Die weiteren Beschlüsse der Landesregierung werden die Klagenfurter Expositurklassen der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege Kärnten, Investitionen in Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtungen sowie den Görtschitztalfonds betreffen.

Bezüglich des Beschlusses zur Schule für Gesundheits- und Krankenpflege hebt Kaiser die Wichtigkeit der bestmöglichen, qualitätsvollen Ausbildung in diesem Bereich hervor, welche durch die Herausforderungen der Corona-Krise noch sichtbarer werde. Der Landeshauptmann drückt allen in diesem Bereich mit so viel professionellem Engagement Tätigen seine Wertschätzung und seinen Dank aus. Beim Beschluss geht es um den Einzug der beiden Klagenfurter Expositurklassen der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege in das Gebäude der Ärztekammer für Kärnten. Kaiser wird als Bildungsreferent beantragen, den Mietvertrag abschließen zu können. In den Klassen erfolgt die Ausbildung zur Pflegefachassistentin/zum Pflegefachassistenten. Ursprünglich sollte die Expositur am KABEG-Areal angesiedelt werden, nach sorgfältiger Prüfung ist die Entscheidung nun für das Gebäude der Ärztekammer gefallen. „Es besteht die räumliche Nähe zum Klinikum Klagenfurt am Wörthersee, was für Praktika wichtig ist, zudem punktet das Gebäude durch ausreichendes Platzangebot und geringe Mietkosten“, erklärt der Landeshauptmann.

In einem weiteren Beschluss geht es um den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER), über den bis zum Jahr 2021 investive soziale Maßnahmen gefördert werden können. Darin enthalten sind auch Investitionen in Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtungen. In Summe waren 10,76 Millionen Euro an EU-Fördergeldern für Kärnten reserviert. 4,5 Millionen Euro stehen davon noch zur Verfügung. In einem zweiten Call in diesem Jahr können diese Mittel zur Schaffung, Verbesserung oder Ausdehnung von Kinderbetreuungseinrichtungen, einschließlich bedarfsgerechter Adaptierung und (Innen)Ausstattung, von der EU abgerufen werden. Mit dem Anteil des Landes sollen nach einem entsprechenden Regierungsbeschluss am kommenden Dienstag Mittel in der Höhe von 7,3 Millionen für Projekte, die thematisch in diesen Call fallen, ausgeschrieben werden. Gefördert werden Vorhaben mit einem minimalen Gesamtvolumen in der Höhe von 50.000 Euro und einem maximalen Gesamtvolumen von 2,5 Millionen Euro. Um Unterstützung ansuchen können nicht gewinnorientierte Vereine und Sozialeinrichtungen, Gebietskörperschaften, Körperschaften öffentlichen Rechts oder Gemeindeverbände.

Auch aus dem Görtschitztalfonds sollen wieder zwei Zukunftsprojekte mit insgesamt rund 54.000 Euro gefördert werden. Der entsprechende Antrag wird am Dienstag von Landeshauptmann Kaiser und Gemeindereferent Landesrat Daniel Fellner eingebracht. Beide Projekte befassen sich mit dem priorisierten Leitthema Tourismus und Freizeit. Ein Projekt zu Social Media Marketing für das Görtschitztal soll mit 37.130 Euro gefördert werden und ein Ranger-Projekt zur Wanderwegeerfassung 17.000 Euro.



Rückfragehinweis: Büros LH Kaiser/LR Fellner
Redaktion: Schäfermeier/Stirn/Böhm