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POLITIK

Coronavirus 129: Kärnten testet genau nach Vorgaben laut Bundeserlass

30.03.2020
LH Kaiser und LHStv.in Prettner: Bund soll angekündigte neue Teststrategie rasch fertigstellen – Zu Maskenpflicht des Bundes: Material muss zur Verfügung gestellt werden – Kärnten kann Laborkapazitäten durch begrenztes Material nicht ausnutzen


Klagenfurt (LPD). Das Land Kärnten hält fest, dass Testungen auf das Coronavirus genau nach den Vorgaben der Bundesregierung erfolgen, welche diese in ihrem nach wie vor gültigen Erlass formuliert hat. Landeshauptmann Peter Kaiser und Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner appellieren daher heute, Montag, an den Bund, die angekündigte neue Teststrategie rasch fertigzustellen. Zur von der Bundesregierung angekündigten Maskenpflicht beim Einkauf in Supermärkten gibt es ebenfalls eine Forderung aus Kärnten: LHStv.in Prettner hat in der aktuell stattgefundenen Videokonferenz der Gesundheitsreferenten mit Gesundheitsminister Rudolf Anschober eingeworfen, dass auch das entsprechende Material zur Verfügung gestellt werden müsse.

Laut gültigem Erlass des Bundes ist ein Test auf das Vorliegen einer Infektion mit dem „2019 neuartigen Coronavirus“ bei jeder Person durchzuführen, die die vollständigen Voraussetzungen für einen Krankheitsverdacht erfüllt. Asymptomatische Personen sind daher in diesem Rahmen nicht zu testen. Die Anordnung zur Durchführung einer Testung hat durch die zuständige Bezirksverwaltungsbehörde (Gesundheitsamt) zu erfolgen. Der vollständige Text des Erlasses ist auf www.sozialministerium.at unter „Coronavirus – Rechtliches“ zu finden.

Kaiser und Prettner heben hervor, dass Kärnten seine Laborkapazitäten für Testauswertungen hochgefahren hat. Durch neue Geräte können Abläufe schneller erfolgen, das ILV Kärnten wurde für Testauswertungen vom Bund zertifiziert, weitere Testkapazitäten stehen durch ein privates Labor in Osttirol und die AGES in Wien zur Verfügung. „Was aber begrenzt ist, ist das Material für die Laboranalyse. Daher können wir nicht die gesamte Kapazität ausnutzen“, sagt Prettner. Kärnten hat schon in der Vorwoche beim Bund urgiert, zugesagtes Material so rasch wie möglich bereitzustellen.



Rückfragehinweis: Büros LH Kaiser/LHStv.in Prettner
Redaktion: Markus Böhm