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Coronavirus 137: Aufstockung Härtefallfonds auch für Nebenerwerbslandwirte

01.04.2020
LR Gruber begrüßt rasches Verhandlungsergebnis – Dringend notwendige Lösung für besonders betroffene Nebenerwerbslandwirte in Kärnten – Auch Land Kärnten arbeitet an zusätzlichen finanziellen Unterstützungen für die Land- und Forstwirtschaft


Klagenfurt (LPD). Eine Besonderheit der Kärntner Landwirtschaft ist der im Österreichvergleich sehr hohe Anteil an Nebenerwerbsbauern. Über 67 Prozent bzw. 11.787 Betriebe bewirtschaften ihre Höfe nebenberuflich (Österreichschnitt 55 Prozent). Viele von ihnen sind von den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie stark betroffen. „Sie sind für unsere landwirtschaftliche Produktion unverzichtbar. Umso wichtiger ist es, dass die Bundesregierung heute bereits eine Aufstockung des Härtefallfonds zugesichert hat, von der auch die Nebenerwerbslandwirte umfasst sein werden“, so Kärntens Agrarreferent Martin Gruber. Eine Antragstellung für eine Unterstützung aus dem Härtefallfonds war bisher nur für Vollerwerbsbauern möglich. „Nun werden auch für Nebenerwerbslandwirte bis zu 6.000 Euro pro Betrieb für drei Monate zur Verfügung stehen“, informiert Gruber, der insbesondere Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger für die rasche Verhandlung des dringend notwendigen Zusatzpaketes dankt.

Auch auf Landesebene werde an weiteren Unterstützungsmöglichkeiten für die Land- und Forstwirtschaft gearbeitet. Umsatzrückgänge in der Produktion sollen durch den vermehrten Einsatz heimischer Lebensmittel in öffentlichen Einrichtungen zumindest teilweise abgefangen werden. Im Bereich der Holz- und Forstwirtschaft prüft das Land derzeit, wie ehestmöglich zusätzliche Lagermöglichkeiten für Rund-, aber auch Industrie- und Energieholz geschaffen werden können. Die Holz- und Forstwirtschaft ist durch den Einbruch großer Absatzmärkte wie z. B. Italien hart getroffen. „Holz, das jetzt geschlägert wird, kann nicht mehr verkauft werden. Gleichzeitig bedroht aber der Borkenkäfer die Waldbestände. Hier brauchen wir rasch eine Lösung“, sagt Gruber, der innerhalb der Landesregierung bereits an entsprechenden Maßnahmen arbeitet.



Rückfragehinweis: Büro LR Gruber
Redaktion: Wedenigg/Robitsch