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Coronavirus 149: Weiterhin enge Abstimmung zwischen EUREGIO-Partnern

03.04.2020
LH Kaiser und Vertreter von Friaul Julisch-Venetien sowie dem Veneto tauschten sich in Videokonferenz aus - Land will mit Start von Straßenbauprojekten Arbeitsmarkt und Wirtschaft unterstützen – Auszahlung der Verlagsförderung bringt Erleichterung im Bereich der Kultur


Klagenfurt (LPD). Über die Situation in den jeweiligen EUREGIO-Regionen sowie die weiterhin geltenden Maßnahmen tauschten sich heute, Freitag, im Rahmen einer Videokonferenz Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser, Massimiliano Fedriga und Riccardo Riccardi, Präsident und Vizepräsident von Friaul Julisch-Venetien, sowie Gianpaolo Bottacin, Landesrat im Veneto, aus. Dank gab es von italienischer Seite vor allem für die Unterstützung beim Transport von Schutzmasken, die vom Wiener Flughafen nach Italien gebracht werden sollen.

„Wir haben derzeit 304 bestätigte Coronainfektionen, 28 Patienten befinden sich im Krankenhaus, elf Intensivbetten sind belegt und 65 Personen wurden als genesen gemeldet“, so der Überblick, den Kaiser gab. Man sei derzeit bemüht darum, besonders gefährdete Gruppen speziell zu schützen. Zur Eindämmung der Infektionen sollen zudem die ab Montag geltende Maskenpflicht in den Supermärkten, die Sicherstellung des Abstandes zwischen den einzelnen Personen sowie die strikte Einhaltung des Versammlungs- und Veranstaltungsverbotes beitragen. Im Sinne der Nachbarschaftshilfe stellte der Kärntner Landeshauptmann die Bereitstellung von bis zu drei Intensivbetten für Patienten aus Friaul Julisch-Venetien in Aussicht, sollte es dort zu Engpässen kommen. „Natürlich nur unter dem Vorhalt nötiger Ressourcen für unsere eigene Bevölkerung“, betonte Kaiser.

Von 1799 bestätigten Coronainfektionen und 127 Todesopfern berichtete Fedriga. Die Situation sei aber unter Kontrolle – es sei gelungen das Gesundheitssystem aufzustocken und in Triest eine zusätzliche Intensivstation einzurichten. Das Angebot Kärntens, Intensivbetten zur Verfügung zu stellen, werde man, sollte sich die Situation verschärfen und sich Bedarf ergeben, in Anspruch nehmen. Besorgniserregend sei die Entwicklung im Bereich der Alten- und Pflegeheime. Dort würde der Virus trotz strenger Zugangsbeschränkungen zunehmend von Personal eingeschleppt werden. Ein Problem mit dem sich auch der Veneto konfrontiert sieht. Bottacin berichtete von 10.464 positiven Fällen und 534 Todesopfern. Die nationalen Maßnahmen seien in Italien bis 13. April verlängert worden.

In Kärnten fand heute auch ein Baugipfel statt, an dem Finanzreferentin LHStv.in Gaby Schaunig und Straßenbaureferent LR Martin Gruber teilnahmen. Im Straßenbau laufen nächste Woche bzw. nach Ostern unter strikter Einhaltung der Schutzmaßnahmen neue Projekte an, um einerseits den Arbeitsmarkt und die Wirtschaft entsprechend zu unterstützen und andererseits bereits Wichen für die Zeit nach der Coronakrise zu legen.

Weitere Unterstützung gibt es auch im Bereich der Kultur. In einer Videokonferenz der Kulturreferentinnen und Kulturreferenten mit Staatssekretärin Ulrike Lunacek wurde beschlossen, die Verlagsförderung für das gesamte Jahr bereits jetzt auszuzahlen.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Susanne Stirn