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Coronavirus 165: Regierungssitzung 2 - Rettungsschirm für Kulturschaffende

07.04.2020
LH Kaiser präsentierte in der Sitzung der Landesregierung Maßnahmenkatalog für Kärntens Kunst- und Kulturschaffende – existenzbedrohende Situation durch Corona-Maßnahmen


Klagenfurt (LPD). Sämtliche massiv einschränkende Maßnahmen während der Coronakrise und der weitere Fahrplan der Bundesregierung hat nicht nur das gesellschaftliche Leben zum Erliegen gebracht, sondern sämtliche Kunst- und Kulturschaffende vor existenzbedrohende Fragen gestellt. Kulturreferent Landeshauptmann Peter Kaiser präsentierte heute in der Sitzung der Kärntner Landesregierung ein Gesamtpaket, dass die Kunst- und Kulturschaffenden in Kärnten unterstützt. „Wir haben in Kärnten Schritte gesetzt und sind auch in ständiger Abstimmung mit der Kulturstaatssekretärin Lunacek und den Kulturrefenten der Länder, damit wir unseren Kunst- und Kulturschaffenden in ihren durch Coronamaßnahmen bedrohten Existenz helfen können“, sagte Kaiser.

So werde auf Vorschlag Kaisers der Härtefallfonds in Höhe von 2 Milliarden Euro der Wirtschafskammer evaluiert, damit auch gemeinnützige Kulturvereine und weitere Kulturschaffende diesen auch entsprechend in Anspruch nehmen können. Auch die Kurzarbeit ist für viele Institutionen ein Thema, wie beispielsweise für das Stadttheater Klagenfurt und Kleinbühnen in Kärnten.

„Die Kulturabteilung des Landes ist eine Servicestelle. Wir haben nicht nur rasch den Bedarf erhoben, sondern auch bedarfsorientierte Maßnahmen gesetzt“, so Kaiser. So haben alle Fördernehmer, Dachverbände und Projektträger ein Datenblatt mit Erläuterungen zu Hilfsmaßnahmen übermittelt bekommen. „Wir sind ein verlässlicher Partner für die Kulturschaffenden und übereingekommen, dass bereits ausbezahlte Förderungen keine Schlechterstellung bei krisenbedingten Absagen von Veranstaltungen bedeuten“, betonte Kaiser.
So werde es vorgezogene Ratenzahlungen bei Jahresförderungen genauso geben wie erste Auszahlungen bei mehrjährigen Fördernehmern vor Einreichung der Nachweise. Dazu kommen Fristenstreckungen für Veranstaltungen, die eventuell zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden können. Die Auszahlung der Verlagsförderung werde vorgezogen, vom Bund werde laut Kaiser auf seine Anregung hin die Erhöhung der Verlagsförderung geprüft.

Weiters konnte Kaiser in der Kulturreferenten-Konferenz erreichen, dass der Call zu „Kunst und Kultur im digitalen Raum“, eine gemeinsame Initiative des Bundes und der Bundesländer, neuausgerichtet werden und eine unmittelbare Unterstützung im Krisenjahr 2020 darstellen sollte. Damit kann das vorgesehene Budget von 5 Mio. Euro auf das Jahr 2020 konzentriert werden.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Gerlind Robitsch