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Coronavirus 171: Masken auch in Landesverwaltung

09.04.2020
LH Kaiser: Masken im Landesdienst, wo vorgegebener Mindestabstand nicht eingehalten werden kann – LHStv.in Prettner: Pakete mit Schutzausrüstung für Notfälle in Pflegeheimen – Noch Test-Material für zehn Tage


Klagenfurt (LPD). Der Bereich Pflegeheime war heute, Donnerstag, einer der Schwerpunkte in der Sitzung des Koordinationsgremiums des Landes Kärnten. Außerdem wurde mitgeteilt, wie der Dienstbetrieb in der Landesverwaltung ab Dienstag, 14. April, weitergeht. „Unsere Bediensteten werden – zum eigenen und zum Schutz anderer – Masken tragen, wo der vorgegebene Mindestabstand nicht eingehalten werden kann“, erklärt Landeshauptmann Peter Kaiser als Personalreferent.

Die Masken sollen laut Kaiser vor allem auch bei unbedingt erforderlichem, unaufschiebbarem Parteienverkehr getragen werden, sofern nicht ein Schutz durch Plexiglas besteht. „Grundsätzlich bitten wir die Bevölkerung aber, sich vordringlich mit ihren Anliegen telefonisch oder per E-Mail an die Landesverwaltung zu wenden“, betont der Landeshauptmann und verweist auf die für entsprechende Fragen eingerichtete Hotline des Bürgerservice unter 050 536 22 132.

Für die Landesbediensteten gelten ansonsten ab Dienstag die gleichen Maßnahmen mit eingeschränktem Dienstbetrieb wie vor der Karwoche. In dieser wurde ihnen vom Dienstgeber der Verbrauch von Erholungsurlaub bzw. Zeitguthaben angeordnet. Alle Dienststellen – bis auf einen Dienstnotbetrieb in einigen Bereichen – waren in der Karwoche geschlossen.

Zum Bereich Pflegeheime informiert Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner, dass vom Land eigene Pakete mit Schutzausrüstung für mögliche Notfälle geschnürt wurden. „Diese Pakete sind jeweils für Ober- und Unterkärnten so deponiert, dass sie im Fall der Fälle möglichst schnell zur Stelle sind“, so Prettner. Sie teilt außerdem mit, dass die Visitenärzte für Einsätze in Pflegeheimen zur Verfügung stehen.

Schutzausrüstung wird es laut der Gesundheitsreferentin auch für die Totenbeschauärzte seitens des Landes geben, obwohl dafür eigentlich die Österreichische Gesundheitskasse zuständig wäre. Ebenso werde vom Land eine fachliche Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation WHO für die Totenbeschauärzte adaptiert.

Prettner teilt weiters mit, dass Kärnten noch rund zehn Tage lang mit den Materialien für Corona-Tests auskommen wird. Für nächste Woche sei allerdings eine Lieferung neuer Testkits angekündigt. Getestet werde nach den aktuellen Vorgaben des Bundes. Zudem habe Kärnten als einziges Bundesland Testungen auf Neuzugänge in Pflegeheimen ausgeweitet.

Für Medienanfragen steht LPD-Leiter Gerd Kurath unter 0664 80536 10201 oder abt1.lpd@ktn.gv.at zur Verfügung.



Rückfragehinweis: Landespressedienst
Redaktion: Markus Böhm