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Coronavirus 182: Sehr positives Resümee der Oster-Feiertage

14.04.2020
LH Kaiser: Maßnahmen wie Containment-Strategie sind sehr wirkungsvoll - BK Kurz lässt Vorschlag einer Modellregion Kärnten von Experten prüfen


Klagenfurt (LPD). Ein sehr positives Resümee aus der Videokonferenz der Landeshauptleute mit Bundeskanzler Sebastian Kurz und Gesundheitsminister Rudolf Anschober zog heute, Dienstag, Landeshauptmann Peter Kaiser. Zwar habe es über die Osterfeiertage weniger Testungen gegeben, aber die Zahlenentwicklung bleibe weiterhin in einem sehr positiven Trend. „Die strategischen Maßnahmen in Absprache aller Bundesländer haben gewirkt und die sehr ruhigen Ostern mit wenigen Übertretungen stellen der Bevölkerung ein wirklich gutes Zeugnis aus“, so Kaiser.

Besonders hervorgehoben habe Anschober die Containment-Strategie, die sich als wirkungsvollste Maßnahme erwiesen habe, berichtete der Landeshauptmann. Bei den Ermittlungen werde es Hilfe von Spezialisten aus dem Bundesministerium geben.

Kaiser berichtete, dass sein Vorschlag eines Übergangs in die Normalität mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten in manchen Bereichen, vom Bundeskanzler sehr ausführlich behandelt worden sei. „Kurz hat gemeint, dass dieser sehr gute Vorschlag einer Kärntner Modellregion von Experten behandelt werden soll und dass er sich schlau machen wird, wie das international gehandhabt wird.“ Der Bundeskanzler könne sich das in manchen Bereichen vorstellen und werde in der nächsten Videokonferenz am kommenden Montag die Ergebnisse der Experten präsentieren.

Eine sehr positive Neuigkeit konnte Kaiser über die Tauernschleuse bei Böckstein-Mallnitz berichten: „Auf meine Anfrage hat Landeshauptmann Wilfried Haslauer berichtet, dass im Gasteinertal die Quarantäne nicht verlängert worden ist und somit heute Mitternacht ausläuft. Damit ist der Einstellungsgrund für die Tauernschleuse weggefallen und wir werden in nächster Zeit einen weiteren Schritt zur verkehrsmäßigen Normalität machen können.“

Außerdem informierte der Landeshauptmann, dass es in nächster Zeit eine Konferenz der Bildungsreferenten mit BM Heinz Faßmann über die Situation der Schulen geben werde. „Heute sind in Kärnten Briefe von Bildungsdirektor Robert Klinglmair und mir an Pädagoginnen und Pädagogen sowie Eltern und Erziehungsberechtigte gegangen.“ Wichtig sei, dass dort, wo es beim Distance Learning zu wenig technische Einrichtungen gebe, die Lerninhalte auch in analoger Form angeboten werden.

Ein sehr wichtiges Thema sei auch die Situation in den Alten- und Pflegeheimen gewesen. Die große Anzahl an positiven Fällen in den anderen Bundesländern verlange nach weiteren verstärkten Testungen. „Kärnten hat als einziges Bundesland bisher keinen einzigen Fall und das bei 5.900 zu Pflegenden in 76 Heimen“, sagte Kaiser. Das sei auf schnelle und effiziente Maßnahmen wie beispielsweise das rechtzeitige Besuchsverbot zurückzuführen. Auch habe man bereits vor zehn Tagen die Strategie bestimmt, dass jeder neue Insasse eines Heimes schon vorab getestet werde. Ziemlich erschreckende Zahlen habe Landeshauptmann Günther Platter vermeldet, berichtete Kaiser. So gebe es in Tirol 110 Bewohner und 71 Mitarbeiter mit einer positiven Testung. Ganz besonders schockierend sei aber der Gesamtvergleich von Tirol mit Südtirol und dem Trentino. „In Südtirol ist die Sterblichkeitsrate viereinhalbmal so hoch wie in Tirol und im Trentino sogar sechs Mal so hoch. Daher müssen wir alles tun, um die vulnerablen Personen besonders zu schützen“, betonte der Landeshauptmann.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Ulli Sternig