Presseaussendungen

KULTUR

Coronavirus 202: Kärnten präsentiert Fahrplan für Kunst und Kultur

23.04.2020
LH Kaiser und Igor Pucker, Leiter der Abteilung 14 – Kunst und Kultur, gaben in Pressekonferenz Ausblicke für Kunst- und Kulturinteressierte – Mehrere Initiativen zur finanziellen Unterstützung, darunter 36 Arbeitsstipendien, bilden engmaschiges Sicherheitsnetz


Klagenfurt (LPD). Über den weiteren Fahrplan im Bereich Kunst und Kultur informierten heute, Donnerstag, im Rahmen einer Pressekonferenz der zuständige Referent LH Peter Kaiser und Igor Pucker, Leiter der Abteilung 14 – Kunst und Kultur. So wird das Landesarchiv jedenfalls ab 18 Mai, sollten es die Bundesvorgaben zulassen, aber schon am 4. Mai eröffnen. Das Museum Moderner Kunst Kärnten ist ab 30. Mai wieder zugänglich. Das gilt auch für die Außenstellen des Landesmuseums Kärnten, also das Freilichtmuseum Maria Saal, den Archäologiepark Magdalensberg, das Römermuseum Teurnia, den Wappensaal im Landhaus und den Botanischen Garten in Klagenfurt. Auch aus dem Landesmuseum, dem Rudolfinum, gibt es positive Neuigkeiten. Die Sanierungsarbeiten sind bereits angelaufen. Der Fertigstellungstermin im Sommer 2022 sollte aus jetziger Sicht eingehalten werden können.

„Immer unter Berücksichtigung aller rechtlichen Vorgaben wird Kärnten also seine kulturellen Einrichtungen schrittweise wieder hochfahren – immer mit Bedacht auf die Sicherheit von Besucherinnen und Besuchern sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, führte Kaiser aus. Dasselbe gelte auch für die Initiativen und Veranstaltungen rund um das Jubiläumsjahr CARINTHIja 2020. „85 der insgesamt 89 nominierten Ausschreibungsprojekte können, oft mit Verspätung, aber doch, durchgeführt werden. Das freut mich deshalb so sehr, weil bei diesen Initiativen das Gemeinsame, das Zukünftige im Mittelpunkt steht. Das ist es, was gerade jetzt von Bedeutung ist“, so der Kulturreferent. Die Mobile Ausstellung werde, in reduzierter Form und später als geplant, in allen Bezirken zu sehen sein. Am 26. Mai geht schon vorab online die Eröffnung mit einer ersten virtuellen Begehung über die Bühne.
Über eine Videokonferenz findet am kommenden Wochenende auch das Symposium „Kultur und Demokratie sind nicht abgesagt“ der IG KIKK statt. Für ihr besonderes Engagement im Bereich der Koordination soll der Interessensgemeinschaft von Seiten des Landes 7.500 Euro zur Verfügung gestellt werden.

Um jene Kunst- und Kulturschaffenden die von der Corona-Krise stark betroffen sind und mit großen Einnahmeeinbußen zu kämpfen haben finanziell zu unterstützen, hat das Land bereits frühzeitig damit begonnen, ein engmaschiges Sicherheitsnetz zu spannen. Finanzielle Hilfe gibt es einerseits über die Kärntner Kulturstiftung (KKS) und deren Solidaritätskonto, andererseits über die Verlagsförderung die in Kärnten jetzt schon für das gesamte Jahr ausgezahlt wurde. Zudem wird derzeit vom zuständigen Bundesministerium an der Umsetzung einer Erhöhung der Verlagsförderung gearbeitet. Der Anstoß dazu kam ebenfalls aus Kärnten. „Nicht zu vergessen bleibt die Hilfe in besonderen Lebenslagen, die natürlich auch in Anspruch genommen werden kann“, betonte Kaiser.

Eine neue Hilfsschiene wird mit 36 zu vergebenden Arbeitsstipendien gelegt. Mit einem Betrag von 2.760 sollen freischaffende Künstlerinnen und Künstler einschließlich Kulturvermittlerinnen und Kulturvermittler sowie freiberufliche Wissenschafterinnen und Wissenschafter, die ihre künstlerischen oder wissenschaftlichen Vorhaben nicht realisieren oder fortführen konnten, unterstützt werden. Ausgezahlt wird, je nach Wunsch, in drei oder sechs Monatsraten. In diesem Zusammenhang wird das Kärntner Kulturgremium und insbesondere die Fachbeiräte die Auswahl begleitend beraten. Die Anträge sind demnächst auf https://www.kulturchannel.at/ abrufbar.

„Wir haben auf unsere Bedarfserhebung im März sehr detaillierte Antworten bekommen, und können auf dieser Basis jetzt effektive Unterstützungen anbieten“, betonte Pucker, der seine Abteilung derzeit vor allem als Service-Einrichtung für alle Kunst- und Kulturschaffenden sieht. Man sei bemüht darum, Ausschreibungen jetzt unkompliziert zu konzipieren und die Anträge so rasch wie möglich zu bearbeiten, versicherte er. Hilfe gebe es nicht nur bei der Antragsstellung der Förderungen die von Landesseite angeboten werden, sondern auch beim Abholen von Bundesgeldern.

Mit Kurzarbeit konnte auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Stadttheater Klagenfurt eine Sicherheit gegeben werden. Unter den jetzigen Voraussetzungen sei ein stufenweises Hochfahren des Probenbetriebs ab Juni denkbar.
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Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Susanne Stirn