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Coronavirus 205: Land Kärnten informiert alle Kinderbetreuungseinrichtungen

25.04.2020
LH Kaiser: eingeschränkter Betrieb in Kinderbetreuungseinrichtungen verlängert - Betreuung für alle Berufsgruppen möglich – Info an alle Betreiber erfolgt – Dank an alle Elementarpädagogen


Klagenfurt (LPD). Bildungsreferent LH Peter Kaiser hat gestern, Freitag, mittels Verordnung den eingeschränkten Betrieb in den Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtungen sowie in den Kindertagesstätten bis 15. Mai verlängert, damit Kinder, die nicht zu Hause betreut werden können, versorgt sind. Neu in der Verordnung ist, dass Kinder von Eltern aller Berufsgruppen betreut werden können. Bisher galt eine Beschränkung, nur Kinder von Eltern bestimmter Berufsgruppen konnten vom Angebot Gebrauch machen.

„Mit der neuen Verordnung können wir sicherstellen, dass nun alle Kinder betreut werden können, unabhängig von der Art der beruflichen Tätigkeit ihrer Eltern, ob die Arbeit im Home Office verrichtet wird, oder ob eine Betreuung zu Hause möglich ist, oder nicht“, erläutert Kaiser. An dieser Stelle dankt der Landeshauptmann von Kärnten allen Elementarpädagoginnen und –Pädagogen, dass sie in dieser für alle, Eltern und Kinder und sie selber, schwierigen Zeit die Betreuung übernommen haben, viel zur Aufklärung der Kinder und der neuen Verhaltensweisen beigetragen haben und vor allem die Eltern entlastet haben. Diese Entlastung weite das Land nun aus, damit es auf Grund der belastenden Krisensituation nicht zu einer Überforderung der Eltern kommt. „Es ist dies ein wesentlicher Beitrag, dass wir alle diese Krise meistern konnten und können und wir trotzdem eine zweite Corona-Welle verhindern können“, betont Kaiser. Trotz des Betreuungsangebotes sollten soziale Kontakte weiterhin reduziert werden.

Mit der neuen Verordnung wurden sämtliche Betreiber von Kinderbetreuungseinrichtungen, private wie öffentliche, über die weitere Vorgangsweise informiert. Zugleich wurde noch einmal auf die Sicherheitsmaßnahmen hingewiesen. „Wir weiten das Betreuungsangebot auch im Elementarbereich stufenweise aus, um einerseits die Eltern zu unterstützen und andererseits trotzdem die Betreuungsdichte gering zu halten“, weist Kaiser hin. Wie beim angekündigten Hochfahren des Schulbetriebes sollte es auch im elementarpädagogischen Bereich, wo möglich, einen Schichtbetrieb geben. Neben der Betreuung sollte nun auch wieder verstärkt Bildungsarbeit, wie beispielsweise die Sprachförderung, stattfinden.

„Ab dem 18. Mai sollten die 5-jährigen Kinder, die das verpflichtende Kindergartenjahr absolvieren, die Möglichkeit haben, betreut zu werden oder Drei- und Vierjährige, die einen Sprachförderbedarf aufweisen“, erklärt Kaiser. Die Kindergartenbetreiber seien daher jetzt aufgefordert, den neuen Betreuungsbedarf zu ermitteln. Die Kinder sollten in kleineren Gruppen, wenn möglich in mehreren Räumlichkeiten aufgeteilt, betreut werden. Essen oder die Nutzung der Waschräume sollten gestaffelt erfolgen. Ob die Betreuerinnen und Betreuer Mund-Nasen-Schutz tragen, obliegt den einzelnen Rechtsträgern.

Unabhängig von den anwesenden Kindern werde laut Kaiser der Landesbeitrag, also die Gruppenförderung, in derselben Höhe wie vor Inkrafttreten der massiven Einschränkungen ausbezahlt.


Rückfragehinweis: Landespressedienst Gerd Kurath
Redaktion: Gerlind Robitsch

Fotohinweis: Shutterstock