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Coronavirus 208: Bund und Länder wollen sich bei Vereinsunterstützung abstimmen

27.04.2020
LH Kaiser befürchtet Einbruch der Ehrenamtlichkeit – LHStv.in Prettner nach Videokonferenz der Gesundheitsreferenten: Reha-Einrichtungen nehmen mit Anfang Mai Betrieb auf, Besuche in Pflegeheimen ab 4. Mai


Klagenfurt (LPD). Einen „Einbruch in der Ehrenamtlichkeit“ befürchtet Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser durch die Situation vieler Vereine in der Corona-Krise. Das sprach er heute, Montag, in der Videokonferenz mit der Bundesregierung und den Landeshauptleuten an. Einig war man sich darin, dass es bei entsprechenden Unterstützungen eine enge Abstimmung zwischen Bund und Ländern geben müsse. „Jeder Steuereuro sollte hier so effektiv wie möglich eingesetzt werden“, betonte Kaiser.

Wichtiges Thema bei der heutigen Konferenz der Gesundheitsreferentinnen und -referenten waren die Reha-Einrichtungen. Wie LHStv.in Beate Prettner mitteilt, läuft deren vom Bund verordnete Schließung mit 30. April aus. Der Bund habe heute angekündigt, diese Verordnung nicht zu verlängern. „Das bedeutet, dass mit Anfang Mai die Reha-Einrichtungen als wichtiger Teil im Gesundheitsbereich ihren Betrieb langsam, schrittweise und unter Einhaltung von strengen Sicherheitskriterien wiederaufnehmen können“, so die Gesundheitsreferentin.

Weitere Themen, die Kaiser mit Bund und Länderchefs aufs Tapet brachte, waren die Frage nach der Herangehensweise bei den Grenzöffnungen und das von Tourismuslandesrat Sebastian Schuschnig an den Gesundheitsminister übermittelte Kärntner Konzept zu den Bäderöffnungen. Außerdem fragte Kaiser beim Bund nach, ob es schon Überlegungen bezüglich Veranstaltungen nach dem 31. August, wie die Wiesenmärkte, gibt. „Für viele Fieranten und Aussteller stellt sich hier die Überlebensfrage“, so der Landeshauptmann. Vizekanzler Werner Kogler verwies dahingehend auf die Abstandsregelung als entscheidenden Faktor.



Rückfragehinweis: Landespressedienst
Redaktion: Markus Böhm