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Coronavirus 219: Land Kärnten und Bildungsdirektion haben Initiative für Notebooks gestartet

02.05.2020
LH Kaiser, Bildungsdirektor Klinglmair: Schichtbetrieb in Schulen erfordert weiterhin beste Voraussetzungen für Distance Learning –Erste 125 Laptops für sozial benachteiligte Schülerinnen und Schüler gespendet – Verteilung unter Einbindung der jeweiligen Schuldirektionen


Klagenfurt (LPD). Die Corona-Krise hat einen digitalen Wandel in Gesellschaft, Wirtschaft und in Schulen ausgelöst. Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser und Bildungsdirektor Robert Klinglmair ist es ein Anliegen, dass kein Kind und kein Jugendlicher durch diesen Wandel von der Bildung ausgeschlossen wird. Vielmehr solle dieser Transformationsprozess als Chance verstanden werden, um Kinder und Jugendliche optimal auf das veränderte Berufsleben vorzubereiten.

Ab 18. Mai startet für Schülerinnen und Schüler der Primar- und Sekundarstufe 1 wieder der Schulbetrieb mit einem „Schichtmodell“. Dies bedeutet, dass die Klassen in Gruppen aufgeteilt und zeitversetzt zum Unterricht in den Schulen anwesend sein werden. „Obwohl auch die Betreuungsmöglichkeit in den Schulen an den Hausübungstagen besteht, müssen wir dafür sorgen, dass Distance Learning sichergestellt ist. Die Erfahrungen bisher haben gezeigt, dass nicht alle Familien über die technischen Voraussetzungen verfügen können, besonders bei sozial schlechter gestellten Familien haben wir Nachholbedarf gesehen“, erklärt Kaiser heute, Samstag. Gemeinsam mit Bildungsdirektor Robert Klinglmair wurde in den letzten Wochen an Lösungen gearbeitet, um möglichst allen Schülerinnen und Schülern in Kärnten das Distance Learning mittels technischer Ausstattung zu ermöglichen.

Mit der Initiative „Laptops für sozialbenachteiligte Kinder und Jugendliche“ von Land Kärnten und Bildungsdirektion für Kärnten, die wesentlich vom Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds KWF sowie von der Industriellenvereinigung Kärnten unterstützt wird, wird ein wichtiges Zeichen der Solidarität gesetzt. Rund 125 Laptops wurden bis dato von namhaften Firmen gespendet, darunter Imerys Fused Minerals, welche den Auftakt mit 55 Neugeräten gemacht hat und zur Nachahmung ermuntern soll, damit der Bedarf von 770 benötigten Geräten gedeckt werden kann.

Die Verteilung an die jeweiligen Schulkinder erfolgt über die Bildungsdirektion in enger Abstimmung mit den Schuldirektionen, die den Bedarf am besten kennen. „Es ist wichtig, dass alle Schülerinnen und Schüler möglichst die gleichen Voraussetzungen haben, um auch zu Hause den Stoff verdichten und erlernen zu können. Wir danken den Spenderinnen und Spendern, welche die Laptops nachhaltig und nicht nur leihweise zur Verfügung stellen“, so Kaiser und Klinglmair.

Während Schülerinnen und Schüler von Bundesschulen im Bedarfsfall vom Bund Leihgeräte zur Verfügung gestellt bekommen, würden bedürftige Schülerinnen und Schüler der neuen Mittelschule ohne diese Initiative unversorgt bleiben. Das hätte zur Folge, dass die sozialbedingte Schere weiter auseinanderklaffen würde. Um dies zu verhindern, wird nun über das vor allem private Engagement beim „Home-Schooling“ mit Laptops unterstützt.

Aber auch an Inhalten für das Home-Schooling wurde in den letzten Wochen gearbeitet. So wurden Leitfäden und Videos in Kooperation mit der Universität Klagenfurt erstellt, die wertvolle Informationen, didaktische Hinweise und viele andere Tipps für Schülerinnen und Schüler, ihre Eltern, aber auch für Pädagoginnen und Pädagogen liefern. Für die Sechs- bis Vierzehnjährigen wurden von den Pädagoginnen und Pädagogen zudem verstärkt analoge Lernpakete erstellt. Auch konnte eine Lese- sowie Sportinitiative seitens des Landes und der Bildungsdirektion gestartet werden, um Kindern und Jugendlichen eine pädagogisch wertvolle Abwechslung zuhause anbieten zu können.


Rückfragehinweis: Landespressedienst
Redaktion: Gerlind Robitsch/Sarah D. Schäfer
Fotohinweis: Büro LH Kaiser bzw. Bildungsdirektion Kärnten