News

LOKAL

Coronavirus 247 – Internationaler Tag der Familie: Aufbrechen von Familien- und Rollenbildern notwendig

15.05.2020
LR.in Schaar: Mehrfachbelastung aufgrund Corona-Krise auch für Familien – Jetzt niemanden allein lassen


Klagenfurt (LPD). Seit 1994 wird jährlich am 15. Mai der internationale Tag der Familie gefeiert. Die Bedeutung und der Stellenwert der Familie für unsere Gesellschaft rückt heute in den Mittelpunkt. „Durch die mit der Eindämmung von COVID 19 verbundenen Maßnahmen und Verhaltensregeln hat sich der Alltag für Eltern, Großeltern und Kinder entscheidend verändert. Aber nicht nur die privaten, sondern auch die finanziellen Bedingungen sind für viele Familien durch die Corona-Krise arg ins Wanken geraten. Es dürfen daher all jene Menschen nicht vergessen werden, die aufgrund der COVID 19-Maßnahmen vom Verlust ihres Arbeitsplatzes betroffen sind, aber weiterhin eine Familie zu versorgen haben“, betont Familienreferentin LR.in Sara Schaar heute, Freitag.

Am internationalen Tag der Familie hebt Schaar aber auch das Aufbrechen starrer Familien- und Rollenbilder hervor. „Familienpolitik muss sich an aktuellen Lebensrealitäten orientieren. Gerade heute am Tag der Familie gilt es, uns dies bewusst zu machen: weg von gewachsenen Familienbildern, hin zu neuen Konzepten des Zusammenlebens und deren Unterstützung. Denn neben der klassischen Familie, bestehend aus Mutter, Vater und Kind, gibt es auch andere Formen wie Patchwork- oder Regenbogenfamillien sowie auch viele Alleinerziehende. Gerade diese sind von den Auswirkungen und Folgen der Corona-Krise meist noch stärker betroffen“, so Schaar.

Auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie aufgrund von Mehrfachbelastungen durch COVID 19 (wie beispielsweise Homeschooling oder Home Office) war und ist für viele eine Herausforderung. „Einen großen Teil dieser Belastung tragen dabei die sogenannten ,SystemerhalterInnen‘. Diese Menschen sind die Stützen unseres Systems und das nicht nur während der Corona-Krise. Leider wird dies allzu oft vergessen. Ein Dankeschön ist zu wenig, in weiterer Folge muss sich dies auch in ihrem Einkommen widerspiegeln“, betont Schaar.



Rückfragehinweis: Büro LR.in Schaar
Redaktion: Plimon/Böhm

Fotohinweis: Shutterstock