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WIRTSCHAFT

Coronavirus 249: Fixkostenzuschuss ohne bürokratische Hürden gestalten

17.05.2020
LHStv.in Schaunig richtet Appell an Bundesstellen: Kriterien für Fixkostenzuschuss dürfen kleine und familiengeführte Unternehmen nicht benachteiligen – Zugang soll möglichst unbürokratisch sein


Klagenfurt (LPD). Die von Bundesseite initiierten Unterstützungsleistungen sind zu begrüßen und können auf Grund des völligen Neulandes, das in vielen Bereichen fördertechnisch betreten wird und des Zeitdruckes, auch nicht immer von Anfang perfekt sein.

„Aber gerade deshalb sind Anpassungen in Bereichen, in denen die Rückmeldungen von Unternehmerinnen und Unternehmern zeigen, dass aus gut gemeint auch gut gemacht werden muss, unabdingbar“, erklärt Wirtschaftsförderungsreferentin LHStv.in Gaby Schaunig. In Teilbereichen ist das auch erfolgt, aber gerade kleine und kleinste Unternehmen, familiengeführte GmbHs und EPUs schaffen es aufgrund der Garantievoraussetzungen nicht, die notwendigen Unterstützungen zu erhalten.

Eine wichtige und richtige Maßnahme ist der Fixkostenzuschuss, der vom Bund angekündigt wurde. Dieser soll für drei Monate das wirtschaftliche Überleben der beantragenden Unternehmen sichern. „Werden allerdings für den Zugang zum Zuschuss zu hohe Hürden eingebaut, fallen möglicherweise gerade jene, die ihn am dringendsten brauchen würden, darum um“, befürchtet Schaunig.

Nach den aktuell vorliegenden Informationen drohen Unternehmen, die gerade ein Sanierungsverfahren durchführen sowie Betriebe, die in jüngster Zeit viel investiert oder 2019 ein schlechtes Geschäftsjahr gehabt haben, vom Zuschuss ausgeschlossen zu bleiben. „Wer sein Unternehmen erfolgreich durch ein Sanierungsverfahren führt, sichert Arbeitsplätze und Gläubigerinteressen. Deshalb darf ein laufendes Sanierungsverfahren kein Grund für den Ausschluss von Coronahilfen sein“, streicht Schaunig hervor.

Im Sinne einer unbürokratischen Abwicklung schlägt die Wirtschaftsförderungsreferentin einfachere Kriterien vor: „Es reicht aus, dass bei Antragstellung der Nachweis erfolgt, dass das Unternehmen nicht in Insolvenz ist, was einfach durch einen Blick in die Ediktsdatei überprüft werden kann.“ Das würde auch die Verwaltungsabläufe stark verkürzen, denn die Verwaltung könne nur exekutieren, was die Politik vorgebe. „Je mehr Hürden die Politik einbaut, desto länger dauert die korrekte Abwicklung. Daher mein dringender Appell an die Bundespolitik: weniger Bürokratie, weniger Hürden“, so Schaunig.

Überarbeitet werden sollten auch die Kriterien für Kreditgarantien, da auch diese für viele Unternehmerinnen und Unternehmer nicht zugänglich seien. „Ich habe in mehreren Gesprächen und Schreiben an die Ressortzuständigen darauf hingewiesen und hoffe, dass die Anregungen aufgenommen werden“, schließt die Landeshauptmannstellvertreterin.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Schaunig
Redaktion: Matticka/Rauber