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Coronavirus 250: Kärnten setzt Prioritäten, um Folgen für Land und Bevölkerung abzufangen

17.05.2020
LH Kaiser präsentiert Post-Corona-Maßnahmenkatalog im Bereich Bildung: Investition der öffentlichen Hand, um Impulse zu setzen und Infrastruktur aufrechtzuerhalten - Bildungsangebote für die Wirtschaft im Sinne der Fachkräfteausbildung


Klagenfurt (LPD). Die Corona-Krise und die gesetzten Maßnahmen stellen in Kärnten auch den Bereich der Bildung vor eine Vielzahl von Herausforderungen. Neben dem Schulbereich, der in den letzten Wochen medial im Fokus stand, sind dabei im Rahmen der Abteilung 6 – Bildung und Sport des Amtes der Kärntner Landesregierung u.a. Bildungsinitiativen, Bibliotheken, die CMA, die Elementarbildung, die Fachberufsschulen, die Gesundheits- und Krankenpflegeschulen, das Konzerthaus, die KTS, die Musikschulen, der Tertiäre Bildungsbereich und der Sport betroffen.

In der nächsten Regierungssitzung, kommenden Dienstag, wird Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser, einen Überblick über die geplanten und priorisierten Maßnahmen und Aktivitäten seitens der Abteilung für die Post-Corona-Phase geben.

„Aufgrund des Coronavirus ist es notwendig, dass wir als Landesregierung gemeinsam mit sämtlichen Abteilungen und Landesbereichen eine neue Prioritätensetzung vornehmen, um die negativen Folgen der Pandemie für die Bevölkerung, den Lebens- Arbeits- und Wirtschaftsstandort bestmöglich abzufangen“, erklärt Kaiser. Die ihm zugeordnete Abteilung 6 übernehme dabei Behördenfunktion, Serviceleistungen für Bürgerinnen und Bürger, ist Förderstelle und hat als Schulerhalter Aufgaben im Rahmen der Privatwirtschaftsverwaltung.

Neben den Herausforderungen der internen Verwaltung (Digitalisierung, ELAK) stehen für die Zukunft strategische Entscheidungen bei der Priorisierung von Förderleistungen und Aufgabenerbringung an. „Um wichtige Strukturen aufrecht zu erhalten und einen Beitrag zur Unterstützung der Kärntner Wirtschaft und deren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu leisten, müssen wir Investitionen in Bildung als Impulse auf den Weg bringen. Hier sind beispielsweise die notwendigen und anstehenden Investitionen in Fachberufsschulen (1,4 Millionen an Planungskosten und in weiterer Folge über 33 Millionen Euro an Investitionen) und in die Kärntner Tourismusschule (4,1 Millionen Euro für Sanierungsmaßnahmen bis 2021) als Schwerpunkte vorgesehen“, so Kaiser. Es handle sich um Maßnahmen, die aufgrund der langjährigen Planungen und der vorhanden Gebäudesubstanz - unabhängig von der Coronakrise – dringend umzusetzen seien. „Das Land Kärnten ist ein wesentlicher Auftraggeber für die heimische Wirtschaft. Einer gezielten investiven Impulsgebung durch die öffentliche Hand zur Aufrechterhaltung der Infrastruktur ist daher oberste Priorität einzuräumen“, so der Landeshauptmann.

Großen Wert legt das Land künftig auch darauf, die Rechnungen noch schneller zu bezahlen. Erfolgen Anweisungen durch die Landesverwaltung derzeit durchschnittlich innerhalb von 60 Tagen, sollen Rechnungen künftig in der Hälfte der Zeit beglichen sein. „Das ist ein weiterer Beitrag, um die heimische Wirtschaft zu unterstützen“, sagt der Landeshauptmann.

Ebenso müsse es in den kommenden Wochen um Bildungsangebote für die Wirtschaft im Sinne der Fachkräfteausbildung gehen: angefangen von einer qualitätsvollen Lehrlingsausbildung bis hin zum Musikbereich (Musikschulen, Gustav Mahler Privatuniversität), Fachhochschul und Universitätsangebote für die Wirtschaft und nicht zuletzt die Ausbildungen der Gesundheits- und Krankenpflegeschulen für das Gesundheits- und Pflegewesen.

Im Förderwesen sind insbesondere die zukünftigen Ausrichtungen in der Elementarbildung (Änderung Kärntner Kinderbildungs- und - betreuungsgesetz) sowie die Förderung von Einzelprojekten zu priorisieren.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Susanne Stirn
Fotohinweis: shutterstock