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Coronavirus 251: Bund soll Länderhilfen nicht aufrechnen

18.05.2020
LHStv.in Schaunig fordert Umdenken im Bund bei Wirtschaftshilfen: Kein Aufrechnen von Ländermaßnahmen, weniger Hürden – Land fördert über KWF Beratung für Beantragung der Bundesmaßnahmen


Klagenfurt (LPD). „Mit verschiedenen Maßnahmen versucht die Bundesregierung die Corona-infizierte Wirtschaft zu stützen. Das rasche Handeln war richtig und wichtig, aber es wurden nicht überall ideale Abläufe und Bedingungen geschaffen, dies muss nun unbedingt optimiert werden“, fordert Kärntens Wirtschaftsförderungsreferentin LHStv.in Gaby Schaunig heute, Montag. Eines der wichtigsten Anliegen aus Ländersicht ist kein Auf- bzw. Anrechnen von Landeshilfen. „Wenn wir auf eine Bundesmaßnahme eine Landesunterstützung aufsetzen wollen – was sinnvoll wäre, um mehr Betrieben den Zugang dazu zu ermöglichen –, dann bringt das den Unternehmen nichts, weil dies die Bundeshilfe reduziert“, zeigt Schaunig auf.

Im Zusammenhang mit dem Fixkostenzuschuss, der in den kommenden Tagen von der Bundesregierung präsentiert werden soll, erneuert Schaunig ihren Appell an die Ressortzuständigen, einen möglichst unbürokratischen Zugang mit wenig Hürden zu schaffen: „Vor allem Unternehmerinnen und Unternehmer, die erfolgreich ein Sanierungsverfahren abwickeln oder im Vorjahr viel in ihren Betrieb investiert haben, dürfen nicht von diesem wichtigen Zuschuss ausgeschlossen werden.“

Da der Zugriff auf die verschiedenen Hilfstöpfe des Bundes komplex und zeitaufwändig ist, fördert das Land Kärnten über den KWF Beratungsleistungen im Zusammenhang mit Covid-19-Maßnahmen je nach Betriebsgröße mit bis zu 750 Euro. „Die Beratungsleistungen können dabei auch von der langjährigen Steuerberatung des Unternehmens durchgeführt werden“, erklärt Schaunig und betont: „Es ist uns ein Anliegen, die Betriebe dabei zu unterstützen, rasch wieder zu Liquidität zu kommen.“ Informationen zur Förderdung von Covid-19-Beratungsleistungen sowie das Antragsformular sind online unter https://kwf.at/covidberatung abrufbar.



Rückfragehinweis: Landespressedienst
Redaktion: Matticka/Böhm