News

LOKAL

SWÖ-Kollektivvertrag: 8 Millionen Euro Mehrausgaben im Sozial- und Pflegebereich

18.05.2020
LHStv.in Beate Prettner legt in morgiger Regierungssitzung Valorisierungen für Sozialbereich und Pflegewesen vor: Anpassung von 1,4 Millionen Euro im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe, Plus 2,1 Millionen Euro für Behindertenhilfe sowie 4,5 Millionen Euro Mehrkosten im Pflegebereich


Klagenfurt (LPD). „Wie jedes Jahr wird Kärnten selbstverständlich auch heuer die kollektivvertraglichen Gehaltserhöhungen der Sozialwirtschaft Österreich übernehmen. In Summe bedeutet das für das heurige Jahr Mehrkosten von 8,7 Millionen Euro“, erklärte heute, Montag, Sozial- und Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner.

In der morgigen Regierungssitzung wird sie die entsprechenden Valorisierungen – für eine rückwirkende Anpassung mit 1. Feber 2020 – vorlegen. Bekanntlich haben die SWÖ-Verhandler am 1. April, nach zahlreichen Gesprächsrunden, eine Einigung erzielt. Erstmals wurde die Einigung auf drei Jahre abgeschlossen: Für das laufende Jahr wurde eine Gehaltserhöhung von 2,7 Prozent ausverhandelt; für 2021 liegt das Plus bei 0,6 Prozent über der Inflationsrate; und im Jahr 2022 steht eine Stundenreduktion von 38 auf 37 Wochenstunden an.

Von der Einigung profitieren werden rund 7.600 MitarbeiterInnen: 5.000 sind es im Pflegebereich, knapp 1.600 im Bereich der Behindertenhilfe und rund 1.000 in der Kinder-und Jugendhilfe. „Besonders freut es mich, dass die Zahl der MitarbeiterInnen im Behindertenbereich im Vergleich zum Vorjahr um fast 30 Prozent gestiegen ist. Zurückzuführen ist das auf unsere Offensive im Leistungsangebot der Assistenzstunden“, betonte Prettner.

Die Mehrkosten in der Kinder- und Jugendhilfe betragen für das heurige Jahr 1,4 Millionen Euro. In 370 Einrichtungen (u. a. 45 stationäre Einrichtungen, 73 mobile und ambulante Angebote) sind 988 Personen beschäftigt. „Mit unseren Angeboten erreichen wir 10.000 Kinder und Jugendliche“, sagte Prettner.

Die Kostensteigerung in der Behindertenhilfe beläuft sich für 2020 auf rund 2,1 Millionen Euro. Sie betrifft 1.560 MitarbeiterInnen, die wiederum rund 2.270 KlientInnen betreuen. „Jeder Euro, der in den Sozialbereich fließt, ist ein doppelt gut investierter. Schlussendlich ist er Ausdruck unseres Sozialstaates – und Zeichen dafür, dass wir niemanden zurücklassen“, so Prettner.

Im Pflegebereich beläuft sich die Valorisierung auf 4,5 Millionen Euro (Hinweis: Siehe dazu Presseaussendung „Pflege: Plus 4,5 Millionen Euro für Pflegepersonal in Kärnten“).


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Zeitlinger