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Coronavirus 278: US-Schutzmasken für Kärnten

08.06.2020
LH Kaiser nahm 12.000 Stück Mund-Nasen-Schutz von US-Botschafter Traina entgegen – Deutliche Worte zu neuerlichen Gewalt- und Rassismusauswüchsen


Klagenfurt (LPD). Mit 12.000 Stück Mund-Nasen-Schutzmasken für Kärnten stellte sich der Botschafter der Vereinigten Staaten in Wien, Trevor D. Traina, heute, Montag, bei Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser ein. Ein Geschenk der US-amerikanischen Regierung. Der Landeshauptmann dankte dem Botschafter für die freundschaftliche Geste: „Gerade in Krisenzeiten, wie sie uns auch das COVID19-Virus beschert hat, ist es wichtig, sich gegenseitig zu unterstützen, muss Solidarität stärker als egoistische, nationalstaatliche Protektionsmaßnahmen sein“, so Kaiser. Die übergebenen Schutzmasken werden in den Reservestand des Landes aufgenommen und je nach Bedarf der Kärntner Bevölkerung zur Verfügung gestellt.

„Die Masken sind ein Ausdruck unserer Freundschaft. Heute ist die Situation in Österreich dank der schnellen und effizienten Reaktion auf die Pandemie sehr gut. Wir wollen dabei auch Unterstützung bieten und die Österreicher daran erinnern, dass die Amerikaner immer schon Freunde waren und es auch weiterhin sind. Die Friendship-Masken sind ein Symbol dafür”, betonte Botschafter Traina.

In einem kurzen Gespräch informierte Landeshauptmann Peter Kaiser den Botschafter darüber, wie Kärnten in enger Abstimmung und Zusammenarbeit aller Stellen der Corona-Krise erfolgreich begegnet sei und jetzt alles daransetze, das wirtschaftliche, gesellschaftliche, kulturelle Leben – unter verantwortungsbewusster Einhaltung der erforderlichen Maßnahmen – wieder anzukurbeln.

Kaiser nutzte die Gelegenheit auch, um nach dem Tod des Afro-Amerikaners George Floyd infolge eines Polizeieinsatz in den USA gegenüber Botschafter Traina auf die gemeinschaftliche Verpflichtung, international gegen Gewalt und Rassismus vorzugehen, aufmerksam zu machen: „Es liegt in der Verantwortung von uns allen, vor allem aber in der Verantwortung der Politik, alles zu tun, damit Rassismus und damit einhergehende Gewalt endlich im Keim erstickt und Menschen nicht länger gegeneinander aufgebracht werden. Dass im 21. Jahrhundert Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, ihrer sozialen oder ethnischen Herkunft noch immer diskriminiert und verfolgt werden, ist ein Armutszeugnis für jede fortschrittliche, demokratisch-aufgeklärte Gemeinschaft.“

Botschafter Traina unterstrich, dass „Millionen Amerikaner friedlich gegen Rassismus und Ungleichheit demonstrieren. Ähnliche Demonstrationen finden auch in Österreich statt. Das Recht auf freie Meinungsäußerung eint Österreich und die USA.“



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Schäfermeier/Böhm
Fotohinweis: LPD Kärnten/Just