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Coronavirus 279: Pflegeheime kehren zur Normalität zurück: Kärnten einigt sich auf einheitliche Regelungen

09.06.2020
LHStv.in Beate Prettner: In Kärnten erfolgt Rückkehr zum Alltag in Pflegeheimen koordiniert und abgestimmt – Regelungen wurden heute in Videokonferenz beschlossen


Klagenfurt (LPD). „Die zweite Phase der Lockerungsmaßnahmen in Alten- und Pflegeheimen war dringend notwendig – sie wurde schon seit längerem von den Sozial- und Gesundheitsreferenten der Bundesländer eingefordert“, zeigte sich heute, Dienstag, Sozial- und Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner über „den nächsten Schritt zurück in die Normalität froh und erleichtert“.

Allerdings habe Minister Rudolf Anschober die Maßnahmen als Empfehlungen definiert, das heißt, die konkrete Umsetzung würde bei jedem einzelnen Heimbetreiber liegen. „Wir haben in Kärnten soeben eine Videokonferenz mit allen Kärntner Pflegeheimbetreibern abgehalten, um uns gemeinsam auf eine weitgehend einheitliche Vorgehensweise zu verständigen. Es war der Wunsch der Heimbetreiber und mein Wunsch, dass wir so koordiniert und abgestimmt wie möglich Regelungen treffen. Wir wollen keine derart unterschiedlichen Auslegungen der Empfehlungen, dass es zu Unstimmigkeiten kommt“, so Prettner.

Fixiert wurde nunmehr, dass künftig in Pflegeheimen keine Besuchsanmeldungen mehr erforderlich sein werden. Geeinigt hat man sich auf eine tägliche Besuchszeit von 10 bis 17 Uhr. Die Besuche können in den Privatzimmern, im Freien, aber auch in öffentlichen Aufenthaltsräumen, so die Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten sind, stattfinden. „Alle gängigen Hygienemaßnahmen sind selbstverständlich weiterhin zu beachten – dazu zählt der Mund-Nasen-Schutz von Besuchern, wenn der Mindestabstand nicht gewährt werden kann, das Abstandhalten und Händewaschen“, erklärte Prettner. Angehalten sind die Besucher zudem, beim Betreten des Pflegeheimes ein Formular auszufüllen – dieses dient nicht zuletzt dazu, im Falle eines notwendigen Contact Tracings umgehend Maßnahmen einleiten zu können.

Erlaubt sind auch Besuche von Kindern – auch von Kindern unter sechs Jahren. Zudem hat man sich darauf verständigt, dass mehrere Besucher, sofern die Personen aus dem gleichen Haushalt stammen, zeitgleich zugelassen werden. Andernfalls sind die Besuche zeitlich versetzt erlaubt. Wie Prettner bekanntgibt, treten diese kärntenweit einheitlichen Regelungen am Donnerstag, 11. Juni, in Kraft.

Wir appellieren dringend auf die Eigenverantwortung der Besucher und bitten sie, das vorgefertigte Formular gewissenhaft auszufüllen. Wir bitten auch darum, die Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten – denn es geht nicht nur um die Verantwortung sich selbst und seinen Angehörigen gegenüber. Die Verantwortung gilt auch gegenüber allen anderen Heimbewohnern und Heimmitarbeitern“, betonte die Gesundheitsreferentin. „Wir haben es in den Pflegeheimen mit der größten Risikogruppe zu tun. Österreichweit fällt ein Drittel aller Corona-Todesfälle auf Heimbewohner – das dürfen wir keinesfalls vergessen. In Kärnten hat es Gott sei Dank weder einen Todesfall noch eine Erkrankung gegeben“, so Prettner. „Und das soll so bleiben – auch, wenn wir jetzt einen großen Schritt in Richtung Alltag setzen.“


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner, Landespressedienst
Redaktion: Grabner/Zeitlinger

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