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Coronavirus 281: Grenzöffnung: Kärnten-Friaul-Veneto planen grenzüberschreitendes Contact Tracing

10.06.2020
LH Kaiser, LHStv Schaunig in Videokonferenz mit Friaul und Veneto – Contact Tracing und Euregio-Wirtschaftskonferenz wesentliche Themen – Regierungsvertreter Italiens danken Kaiser für Einsatz im Bund, um Grenzöffnungen zu beschleunigen


Klagenfurt (LPD). Kurz nach der Bekanntgabe der Grenzöffnungen in den EU- und EFTA-Staaten (außer Spanien, Portugal, Schweden und Großbritannien) durch die Bundesregierung fand heute, Mittwoch, eine Videokonferenz von Landeshauptmann Peter Kaiser und LHStv.in Gaby Schaunig mit den Regierungsvertretern der italienischen Regionen Friaul-Julisch-Venetien und dem Veneto statt.

Die Italiener dankten Kaiser unisono und mehrfach für sein Engagement bei der Österreichischen Bundesregierung, eine rasche Grenzöffnung Österreichs zu Italien herbeizuführen. „Die abgestimmte Vorgangsweise zwischen Land Kärnten und dem Bund, sowie die Einbindung der EUREGIO haben die dringende Notwendigkeit einer Grenzöffnung deutlich gemacht. Mit 16. Juni, 00.00 Uhr, können wir unsere bilateralen Beziehungen wieder in physischer Form pflegen“, betonte Kaiser. „Wir werden heute nach Bekanntwerden der Grenzöffnungen feiern und auf den Landeshauptmann von Kärnten anstoßen“, zeigte Sergio Bini (Veneto) unverhohlen seine Freude über die bevorstehende Reisefreiheit.

Wesentliches Thema in der Video-Konferenz war neben der positiven Entwicklung der Corona-Zahlen in allen drei Regionen ein künftiges grenzüberschreitendes Contact Tracing. Kaiser schlug vor, dass die Mitarbeiter der Krisenstäbe aller drei Regionen einen Entwurf erarbeiten, wie ein grenzüberschreitendes Contact Tracing bei Coronafällen italienischer Staatsbürger in Kärnten oder bei Kärntnern in Friaul oder dem Veneto rasch funktionieren könne. „Die Menschen in unseren Regionen müssen nun im Zuge der Reisefreiheit Sicherheit haben. Wir müssen mit einem Contact Tracing rasches Agieren über die Grenzen hinweg sicherstellen“, erklärte Kaiser. Die Regierungsvertreter Mauro Trapani, Cianpaolo Bottacin aus Friaul und Lucio Gomiero, Sergio Bini und Amedeo Aristei aus dem Veneto stimmten dieser Notwendigkeit und Vorgangsweise zu.

Ein weiteres Thema war die schon anvisierte Wirtschaftskonferenz der drei Regionen im Alpe-Adria-Raum. Ein Konzept wurde heute von Schaunig vorgestellt. „Die Grenzschließungen haben unsere engen wirtschaftlichen Beziehungen verdeutlicht und gezeigt, wie wichtig gemeinsame, gut abgestimmte Vorgangsweisen sind. Ziel der Wirtschaftskonferenz ist, die Wirtschaftskraft unserer Regionen darzustellen und nun gemeinsam mittels Projekten EU-Mittel, vor allem aus dem EU-Investitionsfonds abzuholen“, sagte Schaunig. Die Konferenz sollte nicht nur physisch stattfinden, sondern auch im Netz übertragen werden und die Zuschaltung von Referenten ermöglichen. Die Themen wurden heute mit Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Cyberkriminalität, Technologie und Cluster grob festgelegt.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser, LHStv.in Schaunig
Redaktion: Gerlind Robitsch