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Gedenkveranstaltung am Loiblpass

13.06.2020
LH Kaiser lobt Gedenkkultur Kärntens – Mit Engagement für die Demokratie den Opfern danken


Klagenfurt (LPD). Auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Loibl-Nord ist heute, Samstag, der zahlreichen KZ-Opfer gedacht worden. Das Lager wurde ja als Außenstelle von Mauthausen geführt. An der Kranzniederlegung im Jubiläumsjahr „CARINTHIja 2020“, organisiert vom Mauthausen Komitee Kärnten/ Koroška nahm auch Landeshauptmann Peter Kaiser teil.

„Demokratie, Miteinander und internationale Solidarität drohen manchmal zu Begriffen, die so nicht mehr vorhanden sind, zu verkommen. Gerade die vergangenen Wochen haben uns aber die Bedeutung dieser Werte einmal mehr deutlich vor Augen geführt“, warnt der Landeshauptmann. Engagement für die Demokratie sei der einzig wirkliche Dank an jene, die damals bereit waren, ihr Leben gegen die Barbarei einzusetzen. Kärnten habe eine großartige Gedenkkultur entwickelt in der es nicht nur zurückzuschauen gilt, sondern Erfahrungen aufzugreifen und mutig in die Zukunft zu gehen. Es müsse darum gehen, Aufklärung, Zeitzeugentätigkeit zu übernehmen, Ge- und Bedenkkultur gegen das Vergessen und gegen das Verdrängen zu pflegen, damit jeder verstehen könne, was durch Demagogie und Hetze geschehen könne, ist sich Kaiser sicher und lobt das Engagement des Mauthausen Komitee Kärnten/ Koroška.

Das Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška wurde 1995 von engagierten Wissenschaftern der Universität Klagenfurt unter der Leitung von Prof. Peter Gstettner ins Leben gerufen. Zu den wichtigsten Zielen zählen die Errichtung einer würdigen Gedenkstätte beim Loibl KZ Nord sowie die Pflege von Erinnerungsarbeit in Form von Gedenkveranstaltungen, Exkursionen und öffentlichen Vorträgen. Auf Grund der Covid-19 Pandemie gibt es 75 Jahre nach der Befreiung virtuelle Gedenkaktionen.
Alle Informationen dazu finden Sie unter https://www.mkoe.at/


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Susanne Stirn
Fotohinweis: LPD Kärnten/Bauer