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Coronavirus 287: Landtag machte Kärntner Maßnahmen zum Thema der Aktuellen Stunde

18.06.2020
LH Kaiser: Unterstützung für Wirtschaft und Gemeinden, Beschäftigungsmaßnahmen und Sozialpaket – LR Schuschnig zu Maßnahmen im Tourismus und Kärnten als „sicherer Süden“


Klagenfurt (LPD). Die Maßnahmen zur Bewältigung der Coronakrise in Kärnten wurden heute, Donnerstag, zum Thema der Aktuellen Stunde im Kärntner Landtag gemacht. Seitens der Kärntner Landesregierung nahmen Landeshauptmann Peter Kaiser und Landesrat Sebastian Schuschnig Stellung.

Gemeinsam mit der Bevölkerung habe Kärnten das Ziel, so wenig Infizierte und Tote wie möglich, bisher erreicht, betonte Kaiser. „Wir sind richtig vorgegangen, aber es gilt, weiterhin wachsam zu sein.“ Laut dem Landeshauptmann bleibt daher auch das Koordinationsgremium mit Fachleuten und politischen Vertretern weiter aktiv. Zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise sagte Kaiser, dass das Land jeden Euro mit maximaler Wirkung einsetzen wolle. Über den KWF biete man beispielsweise Unternehmen Beratungen, damit sie größtmögliche Förderungen abholen können. Wesentlicher Punkt werde aber auch die Eigenkapitalausstattung der Unternehmen sein, hier nannte Kaiser Beteiligungen und Haftungen. „Wir werden aber auch verstärkt in Infrastruktur, Schulen, Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtungen, aber auch den Stoff der Zukunft, also in Forschung und Entwicklung, investieren“, so der Landeshauptmann.

Bei Beschäftigungsmaßnahmen lege man das Augenmerk auf die Jugend sowie die rund 90.000 Kärntnerinnen und Kärntner, die Arbeitslos bzw. in Kurzarbeit sind. Der Landeshauptmann hob hervor, dass die Mittel für den Territorialen Beschäftigungspakt von 41 auf 62 Mio. Euro angehoben wurden. „Wir investieren in Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen, insbesondere auch im Hinblick auf die Digitalisierung“, so Kaiser. Kärnten investiere aber auch in Stiftungsprogramme und werde überbetriebliche sowie betriebliche Lehrwerkstätten verstärkt unterstützen. „Für jene, die keine Hilfe bekommen haben, schnüren wir ein Sozialpaket“, so Kaiser weiter. Für die Gemeinden kündigte er eine intelligente Unterstützung an.

„Die von der Finanzreferentin bereits genannten 100 Mio. Euro sind ein Zwischenstand. Wir werden noch viel länger als manche glauben – aber dafür umso intensiver alles für Kärnten, die Kärntnerinnen und Kärntner tun müssen“, versicherte Kaiser namens der Landesregierung.

Landesrat Sebastian Schuschnig nahm zum Thema als Tourismusreferent Stellung. Kärnten habe frühzeitig einen sicheren und raschen Neustart des Tourismus vorbereitet. Schuschnig hob hier den Recoveryplan für den Tourismus sowie Onlineschulungen zu Schutzmaßnahmen für rund 1.000 Personen hervor. Bei den Maßnahmen schaffe man so viel Freiheit wie möglich und so viel Sicherheit wie nötig. Bereits Anfang Mai habe Kärnten die Bewerbung am Inlandsmarkt gestartet und dafür zwei Mio. Euro investiert. Eine zweite Kampagne laufe für den süddeutschen und deutschen Raum. Mit Themen wie Wandern oder Radfahren präsentiere man Kärnten als sichere Urlaubsdestination. „In sichere Urlaubsangebote wollen wir weitere 500.000 Euro investieren“, so Schuschnig.

Ein Paket habe man auch für die Tourismusverbände und regionalen Tourismusorganisationen geschnürt, um alle 45 Arbeitsplätze abzusichern. Das Land hat laut Schuschnig bis zu 75 Prozent der Lohnkosten für drei Monate übernommen. „Durch den Wörthersee als Pilotregion für Corona-Testungen bei Tourismusbeschäftigten kam Kärnten in eine Poleposition. Wir haben uns als sicherer Süden positioniert“, so der Landesrat weiter. Die Statistik zeige, dass vieles richtig gemacht wurde. Schuschnig hob die gute Nachfrage und gute Buchungslage in vielen Kärntner Regionen hervor.



Rückfragehinweis: Büros LH Kaiser/LR Schuschnig
Redaktion: Markus Böhm

Fotohinweis: Adobestock