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KULTUR

Gegen die Coronakrise: Literarische Nachrichten aus der Herzgegend

24.06.2020
LH Kaiser bei Hörbuch-Präsentation der Kärntner Kulturstiftung – Schauspielerinnen und Schauspieler lesen Texte von Kärntner Autorinnen und Autoren, Musik von Feinig und Unterkirchner


Klagenfurt (LPD). Für von der Coronakrise betroffene Kulturschaffende hat auch die Kärntner Kulturstiftung Initiativen gesetzt. Eine davon, das Hörbuchprojekt „kärnten:literarisch – KORONAR Literarische Nachrichten aus der Herzgegend“, wurde heute, Mittwoch, in Anwesenheit von Kulturreferent Landeshauptmann Peter Kaiser in den Kammerlichtspielen Klagenfurt vorgestellt. Texte von 18 Autorinnen und Autoren mit Kärnten-Bezug, so z.B. Anna Baar, Egyd Gstättner, Maja Haderlap, Gustav Januš, werden von sechs Schauspielerinnen und Schauspielern gelesen. Für die musikalische Umrahmung sorgen die Kärntner Jazzmusiker Tonč Feinig und Edgar Unterkirchner. Bilanz gezogen wurde zudem über den Solidaritätsfonds der Kärntner Kulturstiftung: 63 von 72 Ansuchen konnten positiv beantwortet werden, insgesamt kamen 53.000 Euro zur Auszahlung.

Kaiser sagte, dass in der schweren Situation durch Corona ein Leben und Beleben von Solidarität stark sichtbar sei. „Die Menschen achten mehr auf andere. Dass man einander beisteht, ist besonders auch im Kunst- und Kulturbereich ausgeprägt“, meinte der Kulturreferent. Es gelte, sich nicht unterkriegen zu lassen und der Krise gegenzusteuern: „Das erzeugt Optimismus in der Gesellschaft.“ Das Land Kärnten wolle jedenfalls alles in seiner Macht Stehende für die Kunst- und Kulturszene tun. Kulturabteilung, Kulturgremium und auch die Kärntner Kulturstiftung würden dahingehend koordiniert Initiativen setzen. Der Landeshauptmann dankte allen für die Umsetzung des Hörbuches.

Monika Kircher vom Stiftungsvorstand sagte, dass man durch das Hörbuchprojekt über die Solidarität hinaus Aufträge erteilen wollte. Es sei ein Projekt von höchster Qualität entstanden. Als Partner sei auch der Radiosender Ö1 gewonnen worden, dieser bewerbe die CD österreichweit. Erhältlich sei sie bei Ö1 und in der Klagenfurter Buchhandlung Heyn, weitere Buchhandlungen sollen laut Kircher folgen. Eine CD kostet 29,90 Euro, ab 50 Stück bekomme man sie um 20 Euro. „Diese Visitenkarte Kärntens ist ein schönes Gastgeschenk“, richtete sich Kircher an Firmen und Großsponsoren.

Das Hörbuch steht am Anfang einer von der Kärntner Kulturstiftung initiierten Reihe mit dem Titel „kärnten:literarisch“. Als Kurator wurde Klaus Amann, der Gründer und frühere Leiter des Klagenfurter Musil-Instituts, gewonnen. Er hob hervor, dass Kärnten literarisch gesehen das stärkste Bundesland sei. „Ich wollte kein Corona-Hörbuch machen“, so der Kurator, der aber auf die phonetische Nähe von Corona und KORONAR hinwies: „Literatur ist ein soziales Herzkranzgefäß, ein Seismograph auf gesellschaftliche Veränderungen.“ Produziert wurde das Hörbuch als Doppel-CD und auf USB-Stick im Klagenfurter Tonstudio von Andreas Frei. Die Musikstücke wurden von Tonč Feinig eigens für dieses Projekt komponiert und sind auf die Texte abgestimmt.

Über den Solidaritätsfonds der Kärntner Kulturstiftung berichtete Ina Maria Lerchbaumer vom Stiftungsvorstand. „Wir wollten Kulturschaffenden, denen die Bühne genommen wurde, schnelle und unbürokratische Hilfe bieten“, sagte sie. Viele Bürgerinnen und Bürger, Firmen und Vereine haben zusammen 30.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Infos unter https://www.kulturstiftung.at



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Markus Böhm
Fotohinweis: LPD Kärnten/Just