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Coronavirus 295: Kärnten ersucht Gäste aus COVID-19 betroffenen Landkreisen um Urlaubsverschiebung

24.06.2020
LR Schuschnig: Land stellt Beherbergungsbetrieben kostenfreie COVID-19 Testungen für bereits anwesende Gäste aus Gütersloh und Warendorf zur Verfügung – Verschiebung des Urlaubs von Gästen aus den beiden besonders betroffenen Landkreisen empfohlen – Sicherheit im Urlaub an oberster Stelle


Klagenfurt (LPD). Nach einer Häufung von Corona-Fällen in mehreren Städten Deutschlands hat die Österreichische Bundesregierung heute, Mittwoch, für das Bundesland Nordrhein-Westfalen eine partielle Reisewarnung der Stufe 5 ausgesprochen. Drei deutsche Bundesländer, darunter Bayern, haben bereits die Einreise aus den betroffenen Landkreisen eingeschränkt, mehrere deutsche Länder empfehlen, keine Urlauber aus den betroffenen Regionen aufzunehmen. „Unsere deutschen Gäste sind in Kärnten weiter herzlich willkommen. Kärnten wird sich jedoch dieser Empfehlung aus aktuellem Anlass teilweise anschließen“, gibt Tourismuslandesrat Sebastian Schuschnig bekannt.

„Zum Schutz aller Gäste und Mitarbeiter empfehlen wir allen Tourismusbetrieben, Gäste aus den derzeit von COVID-19 stark betroffenen Landkreisen Gütersloh und Warendorf eindringlich um eine Verschiebung des Urlaubs zu bitten“, so Schuschnig. Für Gäste aus diesen Gebieten, die sich bereits in Kärnten befinden, wird den Beherbergungsbetrieben die Möglichkeit geboten, dass sich die Gäste kostenfrei testen lassen können. Ein Ergebnis der Testung liegt im Regelfall binnen 24 Stunden vor, die Testung kann direkt beim Land Kärnten unter der Tel: 050 536 22702 angefragt werden.

Besonders die Gäste aus dem restlichen Bundesland Nordrhein-Westfalen werden gebeten, vor der Anreise aufmerksam auf ihren Gesundheitszustand zu achten. „Wir bitten unsere Gäste um verantwortungsvolles Handeln. Bitte treten Sie ihren Urlaub in Kärnten nur an, wenn Sie sich gesund fühlen“, appelliert Schuschnig. Diesbezüglich sei er mit der Tourismuswirtschaft in enger Abstimmung.

Dazu der Neo-Spartenobmann der Tourismus- und Freizeitwirtschaft Josef Petritsch: „Gerade die aktuellen Ereignisse in Deutschland zeigen uns, wie wichtig und richtig die getroffenen Präventionsmaßnahmen in Kärnten sind. Durch das Recovery Programm Kärnten, die Testungen und verantwortungsvolles Handeln der heimischen Tourismusbetriebe gelten wir als sichere Urlaubsdestination. Diesen Status gilt es zu halten und zu behaupten.“

Tourismuslandesrat Schuschnig betont, die Sicherheit der Gäste im Land habe für ihn weiterhin absolut oberste Priorität. „Wir haben im Kärntner Tourismus bereits in den vergangenen Monaten immer sehr frühzeitig Schritte gesetzt, damit wir die Sicherheit aller Gäste und Mitarbeiter bestmöglich gewährleisten. Das tun wir auch diesmal“, so Schuschnig. „Wir haben uns den Status des ‚Sicheren Südens‘ hart erkämpft und werden weiterhin entschlossen alles dafür tun, diesen auch zukünftig gewährleisten zu können“. Denn, so Schuschnig, „die Infektionszahlen in den Städten Gütersloh und Warendorf sind leider sehr besorgniserregend und zeigen, wie schnell sich die Situation ändern kann, wenn wir es zu locker nehmen.“

Der Tourismuslandesrat appelliert an alle Tourismusbetriebe und Gäste, weiterhin stark auf die Einhaltung der Präventions-, Abstands- und Hygieneregeln zu achten. Denn, die wichtigste Währung im Tourismus werde heuer die Sicherheit sein. „Und nur wenn wir rasch reagieren, können wir einen zweiten Lockdown im Tourismus verhindern“, betont Schuschnig.



Rückfragehinweis: Büro LR Schuschnig
Redaktion: Hetzel/Böhm

Fotohinweis: Shutterstock