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Regierungssitzung 4 - Pflege: Land Kärnten sichert 50 Kurzzeit- und Übergangsbetten

30.06.2020
LHStv.in Beate Prettner: Vermeidung von Engpässen – Anspruch auf 28 kostenlose Kurzzeitpflegetage


Klagenfurt (LPD). „In der Regierungssitzung, heute, Dienstag, haben wir für den Pflegebereich einen weiteren wichtigen Schritt gesetzt: Und zwar stellen wir das System der Kurzzeit- und Übergangsbetten ab 1. September auf eine neue Basis. Auf eine Basis, die etwaige Engpässe verhindern wird“, gab Gesundheits- und Sozialreferentin LHStv.in Beate Prettner nach der Sitzung bekannt.

Konkret wird das Land – quer durch Kärnten – 50 Betten reservieren, die ausschließlich für die Kurzzeitpflege oder die Übergangspflege verwendet werden dürfen. „Damit verhindern wir, dass uns für diese Form der Pflege zu wenig Betten zur Verfügung stehen“, so Prettner. Mit dieser Neuregelung bezahlt das Land den Heimen den Pflegeplatz, unabhängig davon, ob der Platz tatsächlich belegt ist oder nicht. „Die Heime sind damit verpflichtet, den Platz freizuhalten und ihn nicht an eine Langzeitpflege zu vergeben“, so die Sozialreferentin.

In Kärnten gibt es die Möglichkeit, ein Pflegeheim in der so genannten Kurzzeitpflege in Anspruch zu nehmen. Das bedeutet: Um pflegende Angehörige zu entlasten, können die zu pflegenden Personen pro Jahr für 28 Tage (nicht nur am Stück, sondern auch in mehreren „Einheiten“) in einem Pflegeheim betreut werden. „Dabei übernimmt das Land Kärnten die Kosten für den Heimaufenthalt. Der zu Pflegende muss lediglich sein Pflegegeld aliquot einsetzen“, betonte Prettner. „Mit diesem Kurzzeitpflege-Modell tragen wir wesentlich zur Entlastung von pflegenden Angehörigen bei“, sagte Prettner.

Von der Kurzzeitpflege abgesehen, gibt es auch das Modell der Übergangspflege: Diese dient vorwiegend dazu, eine vorübergehende Pflegebedürftigkeit nach einem Krankenhausaufenthalt zu überbrücken. „Das heißt, wenn ein zu Pflegender aus dem Krankenhaus entlassen wird, eine Betreuung zu Hause aber nicht möglich ist, dann kann die Übergangspflege in einem Pflegeheim erfolgen“, informierte Prettner.

Laut Prettner belaufen sich die Kosten für das Land für die 50 Kurzeit- und Übergangsbetten auf rund 1,2 Millionen Euro pro Jahr.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Zeitlinger