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Mehrsprachigkeit: Land plant Forschungskooperation mit Alpen-Adria-Universität Klagenfurt

02.07.2020
LH Kaiser: Start wäre mit Pilotfallstudie an zwei bis drei zweisprachigen Kindergärten – Auch internationale Vernetzung im Alpen-Adria-Raum vorgesehen


Klagenfurt (LPD). Durch Kommunikation erweitern wir unseren Wortschatz und festigen die Grundlagen der Grammatik. In mehrsprachigen elementaren Bildungseinrichtungen kommt insbesondere der kindgerechten Kommunikation große Bedeutung zu. Genau hier will ein Forschungskooperationsprojekt des Landes Kärnten und der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt (AAU) ansetzen. Das kündigt Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser heute, Donnerstag, an.

„Unsere Elementarpädagoginnen und -pädagogen, alle in der Kinderbetreuung Tätigen, sind bestens ausgebildet, arbeiten sehr einfühlsam und hoch motiviert mit den Kindern. Durch das Forschungsprojekt wollen wir zusätzliche Erfahrungen sammeln und herausfinden, wie die Sprachenvermittlung noch effizienter erfolgen kann“, erklärt Kaiser. Er hebt zudem hervor, dass sich Kärnten dabei auch international vernetzen möchte. „Die Freie Universität Bozen in Südtirol arbeitet schon an einem derartigen Projekt. In weiterer Folge wäre auch eine Konferenz mit interessierten Institutionen aus dem Alpen-Adria-Raum geplant“, sagt der Landeshauptmann. Außerdem solle es zu den Forschungsergebnissen eine Fortbildungsveranstaltung für alle zwei- und mehrsprachigen elementaren Betreuungseinrichtungen Kärntens geben.

Konkret soll das Projekt von Juli 2020 bis ins erste Quartal 2022 laufen. Im Rahmen einer ersten Pilotfallstudie sucht man zwei bis drei kooperationsbereite zweisprachige Kindergärten. Die Methode sieht vor, einzelne Szenen aus dem Kindergartenalltag zu filmen und die Elementarpädagoginnen und -pädagogen dann anhand dieser Aufzeichnungen zu schulen. Ziel ist es, die Quantität und Qualität des sprachlichen Inputs zu beobachten, zu analysieren und zu optimieren. Erarbeitet wurde der Projektvorschlag von einem Team um Georg Gombos, Samo Wakounig und Vladimir Wakounig vom Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung an der AAU.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Markus Böhm