News

POLITIK

Kärntens Schulen erhalten Sekretariatskräfte

03.07.2020
Kärntens lang gehegte Forderung vom Bund nun für Österreich umgesetzt – Schulleiter erhalten Unterstützung für administrative Arbeit – LH Kaiser: arbeitsmarktpolitische Maßnahme mit mehreren Gewinnern muss zur bildungspolitischen Notwendigkeit werden


Klagenfurt (LPD). Seit Jahren fordert Kärnten für die Unterstützung der Schulleiter und Pädagogen in den Pflichtschulen zusätzliches administratives Personal. Heute hat Bildungsminister Heinz Faßmann gemeinsam mit Arbeitsministerin Christine Aschbacher und LH Peter Kaiser sowie LH Johanna Mikl-Leitner und LR.in Maria Hutter in Form einer Video-Pressekonferenz eine neue Initiative präsentiert, die der Kärntner Forderung gerecht wird.

Der Bund wird mit den Ländern und dem AMS gemeinsam 1.000 Sekretariatskräfte für Schulleiter als Unterstützung zu zwei Drittel finanzieren, ein Drittel tragen die Dienstgeber (Länder oder Gemeinden). Zielgruppe für die 1.000 neuen Jobs sind Langzeitarbeitslose sowie Wiedereinsteiger. Start: Herbst 2020, finanzieller Aufwand gesamt 54 Mio. Euro.

Für Landeshauptmann Peter Kaiser geht „nicht nur eine lang gehegte Forderung in Erfüllung, sondern unterstützt Kärnten jede einzelne Maßnahme gegen die Geisel Arbeitslosigkeit!“ Es sei diese Initiative laut Kaiser eine arbeitsmarktpolitische Maßnahme, die auf Personen abzielt, die es schwer haben, auf Grund langer Arbeitslosigkeit oder ihres Alters einen Job zu bekommen. „Diese Menschen können nun mit dieser Initiative ihre Kenntnisse einbringen und andere entlasten“, betont Kaiser. Zudem sieht der Landeshauptmann in den neuen Jobs auch eine sinnstiftende Ebene. „Wir stärken damit auch das Selbstwertgefühl von Menschen, die lange vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen waren und nun wieder etwas beitragen können. Es ist das richtige Zeichen in wichtigen Zeiten und wir machen Mut“, so Kaiser.

Die Forderungen Kaisers bezüglich der Umsetzung liegen klar am Tisch: „Die Einschulung der neuen Sekretariatsmitarbeiter muss noch in den Ferien beginnen, denn gerade am Schulbeginn haben die Schulleiter die meiste administrative Arbeit zu erledigen. In Kärnten werden die frei werdenden Zeitressourcen von den Pädagogen für jene Schüler aufgewendet, die in der Coronaphase benachteiligt waren und etwas aufholen müssen“, sagt Kaiser. Weiters sieht er, Kaiser, in dieser derzeit arbeitsmarktpolitischen Initiative eine Chance, die Bildungsreform zu forcieren und aus dieser Aktion eine nachhaltige bildungspolitische Notwendigkeit werden zu lassen.

Die Zuteilung der neuen Jobs erfolgt durch die Länder. In Kärnten werde es 44 Sekretariatskräfte geben für Schulen mit über 200 Schülerinnen und Schülern. Die Details, beispielsweise wo sich Menschen bewerben können, oder wie die Schulungen für die neuen Mitarbeiter abgehalten werden, werden derzeit ausgearbeitet.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Gerlind Robitsch
Fotohinweis: Büro LH Kaiser/Bürger