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Arbeitsbesuch von ÖGK-Obmann Huss: Mehr Studenten für hausärztliche Versorgung

04.07.2020
LHStv.in Prettner empfing den neuen ÖGK-Obmann Andreas Huss zum ersten Arbeitsgespräch – Gemeinsame Anstrengung für Psychotherapie auf Krankenschein, mehr Allgemeinmediziner und bundesweite Präventionsprogramme


Klagenfurt (LPD). „Wenn Österreich verhindern will, dass wir uns sehenden Auges in einen Ärzteengpass hineinmanövrieren, ist endlich Handeln angesagt. Seit Jahren kämpfe ich für einen gelockerten Zugang zum Medizinstudium. Jetzt weiß ich mit dem neuen ÖGK-Obmann Andreas Huss einen profunden Mitstreiter an meiner Seite“, erklärte gestern, Freitag, Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner nach einem Gespräch mit Huss.

„Wir sehen es beide als ganz zentralen Punkt an, die hausärztliche Versorgung weiter zu stärken. Das kann nur gelingen, wenn wir mehr Allgemeinmediziner in Ausbildung bringen. Daher unterstütze ich die Idee des ÖGK-Obmannes, wonach es einen leichteren Unizugang für jene geben soll, die später als Allgemeinmediziner tätig werden wollen“, betonte Prettner. „Das kann in der Form passieren, indem man das Zugangskontingent für potenzielle Allgemeinmediziner, aber auch für andere medizinische Mangelfächer, erhöht oder - wie Huss vorschlägt - indem es für diese eine gelockerte Zugangsbestimmung gibt für sie der Medizinaufnahmetest überhaupt entfällt“, so Prettner.

Auf einer Linie sind Prettner und Huss auch in der Überzeugung, dass Therapieplätze massiv auszuweiten und auf Krankenschein anzubieten sind. „Vor allem der psychotherapeutische Bereich schreit nach einer solchen Umsetzung. Wir wissen, dass immer mehr Menschen, und zwar jeder Altersstufe, mit psychischen Problemen konfrontiert sind. Wir haben es mit einer neuen Volkskrankheit zu tun. Es kann nicht sein, dass nur jene eine Therapie erhalten, die sich eine solche im wahrsten Sinne des Wortes leisten können“, sagte Prettner.

Auf ein offenes Ohr ist Huss bei Prettner auch mit seinem Plan gestoßen, Präventionsprogramme zu forcieren und diese bundesweit auszurollen. So soll etwa das Vorarlberger Modell der Darmkrebsvorsorge österreichweit umgesetzt werden. „Gesundheitspolitik beginnt beim Erhalt der Gesundheit, sprich bei Gesundheitsvorsorge und Gesundheitsförderung. Jede Maßnahme, die hilft, gesund zu bleiben, ist zu unterstützen“, zeigte sich Prettner überzeugt.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Sternig
Fotohinweis: Büro LHStv.in Prettner