News

LOKAL

Hilfe für Familien: Mit „Frühe Hilfen“ hilft Kärnten ab der Stunde null

04.07.2020
LHStv.in Prettner: Noch früher helfen, geht nicht – Kärnten unterstützt Familien ab der Schwangerschaft – Durch Erweiterung des Projektes auf den Bezirk St. Veit kann nun mit allen gynäkologischen Abteilungen Kärntens kooperiert werden – Kindern und Eltern wird Chance auf bessere Zukunft gegeben


Klagenfurt (LPD). „Eine noch frühere Hilfe gibt es nicht – die „Frühen Hilfen“ unterstützen Familien nämlich schon ab Beginn der Schwangerschaft“, informiert Gesundheits- und Sozialreferentin Beate Prettner heute, Samstag, über das Erfolgsmodell, das heuer sein Fünf-Jahr-Jubiläum feiert und in Kärnten einen weiteren Ausbauschritt gesetzt hat. Seit Juni werden die „Frühen Hilfen“ auch im Bezirk St. Veit angeboten. „Damit können sieben Regionen (Klagenfurt Stadt/Land, Villach Stadt/Land, Wolfsberg, Spittal/Drau und nun St. Veit/Glan) in Kärnten abgedeckt werden. Mit der Erweiterung dieses Bezirkes ist es zudem gelungen, mit sämtlichen gynäkologischen Abteilungen öffentlicher Krankenhäuser Kärntens zu kooperieren“, erklärt Prettner.

Das Angebot - es geht auf eine gemeinsame Initiative von Bund, Ländern und Sozialversicherungsträgern zurück- ist kostenlos, freiwillig und anonym. „Frühe Hilfen sollen im Alltag unterstützen, Familien entlasten und die Erziehungskompetenz fördern. Ziel ist es jedenfalls, Überforderungen und Verunsicherungen zu minimieren, Spannungen anzusprechen und Perspektiven zu eröffnen“, betont Prettner. Häufig seien es medizinische Einrichtungen, Ärztinnen und Ärzte, Hebammen, soziale Vereine, Kindertagesstätten oder Institutionen der Kinder- und Jugendhilfe, die wahrnehmen, dass es hilfreich wäre, eine Familie zu unterstützen. Die Betroffenen werden dann kontaktiert und man unterbreitet ihnen das Unterstützungsangebot“, so die Sozialreferentin. „Erfreulicherweise melden sich immer mehr Familien von sich aus in den bestehenden Netzwerken“, so Prettner. Der Kontakt zu den (werdenden) Müttern und Vätern kann in der Folge bei den Betroffenen zu Hause, in den Räumlichkeiten der Frühen Hilfen, in Kliniken und Institutionen stattfinden. Prettner appelliert an alle (werdende) Familien bzw. Jungfamilien, die sich überfordert fühlen, sich an die „Frühen Hilfen“ zu wenden: „Kärnten bietet Unterstützungen, bitte nehmen Sie diese auch an.“

In Kärnten wurden im Jahr 2019 246 Familien mit unterschiedlicher Intensität begleitet. Zusätzlich wurden 44 Familien in Form der Kurzabklärung unterstützt. Ein Drittel der Familien wurde bereits während der Schwangerschaft begleitet. Die statistischen Zahlen zeigen eine stetige Zunahme der Kontaktaufnahmen durch vermittelnde Institutionen oder den Familien selbst.
Projektiert sind die vorerst auf fünf Jahre anberaumten Maßnahmen (bis 31. Dezember 2021) mit einem Budget in Höhe von 2,75 Millionen Euro. „Jeder investierte Euro hilft mit, Kindern aus Risikofamilien die Chance auf eine bessere Zukunft zu geben und jahrzehntelange Nachfolgekosten zu vermeiden bzw. zu minimieren“, ist die Sozialreferentin überzeugt.

Kontakte:
Frühe Hilfen Klagenfurt Stadt/Land:
Bahnhofplatz 5/2. Stock
9020 Klagenfurt am Wörthersee
Tel.: 050 536 15199
Mobil: 0664 96 36 172
gutbegleitet@ktn.gv.at

Frühe Hilfen Wolfsberg:
Stadionbadstraße 1
9400 Wolfsberg
Tel.: 0664 803 273 657
gutbegleitet.wolfsberg@avs-sozial.at

Frühe Hilfen Villach Stadt/Land:
Meister-Friedrich-Straße 3
9500 Villach
Tel.: 0664 803 273 653
gutbegleitet.villach@avs-sozial.at

Frühe Hilfen Spittal:
Rizzistraße 4/2. Stock
9800 Spittal an der Drau
Tel.: 0664 803 273 653
gutbegleitet.spittal@avs-sozial.at

Frühe Hilfen St. Veit an der Glan
Personalstraße 2
9300 St. Veit an der Glan
Mobil: 0664 803 273 653
E-Mail: gutbegleitet.st.veit@avs-sozial.at


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Sternig