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Vernissage „zeit.fluss.über.brücken/tok.časa.premost.iti“

04.07.2020
LH Kaiser eröffnete Ausstellung von Tanja Prušnik im Rahmen von CARINTHIja 2020 auf der Lavamünder Brücke


Klagenfurt (LPD). „Brücken bauen – gradimo mostove“ ist ein wichtiges Projekt im Kärntner Jubiläumsjahr CARINTHIja 2020. Entlang der Drau werden zwischen Rosegg und Lavamünd bis in den Herbst Ausstellungen, künstlerische Interventionen und Literatur geboten. Im Fokus steht dabei das Verbinden von Menschen und Kulturen. Kulturreferent Landeshauptmann Peter Kaiser besuchte gestern, Freitag, die Vernissage „zeit.fluss.über.brücken/tok.časa.premost.iti“ von Tanja Prušnik auf der Lavamünder Draubrücke.

„Das Projekt zeigt eine neue Dimension dessen, was Zeit bedeutet - schon der Titel ist ein Wortspiel. Die Zeit soll Hindernisse überbrücken, Dinge, die uns früher geteilt, getrennt haben, verbinden uns heute“, sagte der Landeshauptmann. Brücken würden verbinden, hätten manchmal aber auch tragische Funktionen – so auch in der Kärntner Landesgeschichte. „Waren sie früher oft Trennbarriere, führen Brücken heute zusammen – Menschen, Initiativen und Gemeinden“, so Kaiser.

Das Projekt „Brücken bauen – gradimo mostove“ stelle das Verbindende, das Gemeinsame in den Mittelpunkt. „Es ist ein sehr wichtiges Zeichen, dass Kunst verbindet und, dass wir unserer Geschichte, die nicht immer Positives gebracht hat, heute so offen gegenüberstehen können, dass das Verbindende längst im Vordergrund steht“, betonte der Kulturreferent.

Kärnten stelle sich seiner Geschichte, so laute auch das Motto im Kärntner Jubiläumsjahr CARINTHIja 2020 – Gemeinsam die Zukunft gestalten. In diesem Zusammenhang verwies der Landeshauptmann auf die große Landesausstellung, welche die Menschen besucht. Bis 12. Juli mache die Mobile Ausstellung in Völkermarkt Station. Danach werde sie nach Feldkirchen, Villach, Klagenfurt, Spittal, Wolfsberg, St. Veit und Hermagor wandern. „Schauen Sie sich die Ausstellung an, sie ist das Herzstück der Jubiläumsaktivitäten zu 100 Jahre Kärntner Volksabstimmung“, so der Landeshauptmann.

Tanja Prušnik sah in dem Angebot an dem „Brückenprojekt“ teilzunehmen eine künstlerische Herausforderung, aber auch ein Vertrauen in ihr Tun. Als besonders wertvoll bezeichnete sie ihre Mehrsprachigkeit – „neben Deutsch und Slowenisch ist es auch die Sprache der Kunst“.

Im Rahmen von Gerhard Leebs zweisprachigem Kunstprojekt „Brücken bauen – gradimo mostove“ werden zwölf Brücken und drei Verbund-Kraftwerke entlang der Drau bespielt. 30 Künstlerinnen und Künstler – so zum Beispiel Inge Vavra, Tomas Hoke, Tanja Prušnik, Melitta Moschik – sowie die Praxis-HAK Völkermarkt, die HTBLVA Ferlach, ein Museum, fünf Galerien und 19 Gemeinden sind beteiligt. In Lavamünd führte Leeb durch die Veranstaltung. „Nutzen wir den frischen Wind, der heute durch Kärnten weht und bauen wir an einer positiven Zukunft“, so Leeb.

Teilgenommen haben auch Landtagspräsident Reinhart Rohr, Landtagsabgeordneter und Bürgermeister von Sittersdorf Jakob Strauß, Landesamtsdirektor Dieter Platzer, Kulturabteilungsleiter Igor Pucker sowie die Bürgermeister Gerhard Visotschnig (Neuhaus), Josef Ruthard (Lavamünd), Rudolf Skorjanz (Ruden) und Traditionsverbände. Für die musikalische Umrahmung sorgten die Grenzwacht Lavamünd und die Schlosskapelle Neuhaus.

Informationen und Programm unter www.carinthija2020.at


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Ulli Sternig
Fotohinweis: LPD Kärnten/Dietmar Wajand