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Coronavirus 309: 100 Mio. Euro stehen an Investitionskrediten für Kärntens Tourismusbetriebe bereit

08.07.2020
LH Kaiser kündigte Sozialpaket und Regierungsklausur an – LHStv.in Schaunig: Kredite drei Jahre tilgungsfrei, KWF übernimmt Zinsen – LR Schuschnig: Investitionseinbrüche verhindern, „sicherer Süden“ setzt weitere Schutzmaßnahmen


Klagenfurt (LPD). Die Coronakrise hat mit dem Tourismus eine der tragenden Wirtschaftssäulen unseres Landes hart getroffen. Das Land Kärnten startet daher gemeinsam mit dem Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds (KWF) und der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) einen bis 31. Dezember 2021 laufenden Call. Dieses 100 Mio. Euro starke Kreditinstrument für Kärntens Tourismusbetriebe soll Investitionen und die Konjunktur ankurbeln. Landeshauptmann Peter Kaiser, Finanzreferentin LHStv.in Gaby Schaunig und Tourismuslandesrat Sebastian Schuschnig informierten darüber heute, Mittwoch, in einer Pressekonferenz.

Kaiser hob insbesondere die geschlossene Vorgehensweise in Kärnten hervor, mit der man den Herausforderungen der Coronakrise entgegentrete. Er verwies auf das zielorientierte Arbeitnehmerförderungspaket sowie das KWF-Förderpaket und kündigte zudem ein Sozialpaket an. „Allen unseren Maßnahmen werden wir nächste Woche in einer Klausur der Landesregierung und Vertreter der Landtagsklubs am Magdalensberg nochmal einen Feinschliff geben“, sagte der Landeshauptmann. Über die Ergebnisse wolle man am 15. Juli in einer Pressekonferenz berichten.

„Wir wollen Kärntens Tourismusbetriebe von der Stabilisierungs- in die Investitionsphase bringen“, gab Schaunig als Ziel des heute präsentierten Paketes vor. Wichtig sei es nämlich, dass die Unternehmen trotz der schwierigen Situation Investitionen setzen. Mit der ÖHT und dem KWF ermögliche Kärnten daher eine von den Kommerzbanken unabhängige Finanzierung. Für u.a. Gebäudesanierungen, Brandschutzmaßnahmen, Energieeffizienzmaßnahmen, kleine Betriebserweiterungen und Investitionen in die touristische Infrastruktur betrage die Förderuntergrenze 500.000 und die Förderobergrenze fünf Mio. Euro. „Der Investitionskredit ist in den ersten drei Jahren tilgungsfrei. Die Zinsen über die gesamte Laufzeit von 15 Jahren sowie die Haftungsprovisionen übernimmt der KWF“, teilte Schaunig mit. Zudem gibt es über den KWF einen Kapitalkostenzuschuss in Höhe von fünf bis zehn Prozent des förderbaren Projektes (maximal 15.000 Euro pro Vollzeitäquivalent). „Wir wollen unsere Tourismusbetriebe stärken, damit sie auch in Zukunft zukunftsfähig sind“, betonte die Finanzreferentin.

Tourismusreferent Schuschnig betonte, dass er unzählige Gespräche mit Tourismusverantwortlichen aus allen Regionen geführt habe. „Der allgemeine Tenor dabei lautete: Die Buchungen sind gut, Unsicherheit ist jedoch vorhanden, die Reserven sind aufgebraucht und die Investitionsbereitschaft ist verhalten“, betonte er. Der öffentlichen Hand komme nun eine große Verantwortung zu, um Investitionseinbrüche zu verhindern. Schuschnig erinnerte auch daran, dass Kärnten seit Beginn der Corona-Pandemie restriktive Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung, der Gäste und der Tourismusmitarbeiter gesetzt habe. „Wir haben nach den Lockerungen mit Corona Tourismusmitarbeitertests am Wörthersee begonnen und als erstes Bundesland eine eigene Containment-Strategie entwickelt. All das trug dazu bei, dass wir rascher hochfahren konnten“, so der Tourismusreferent. Kärnten wolle auch weiterhin die sicherste und schönste Urlaubregion bleiben. „Dafür sind nun entschlossene Maßnahmen und Verordnungen in Bezug auf die Abstands- und Hygieneregeln sowie den Mund-Nasen-Schutz notwendig. „Sie treten ab diesen Freitag in Tourismusorten in Kraft“, so Schuschnig.


Rückfragehinweis: Büros LH Kaiser/LHStv.in Schaunig/LR Schuschnig
Redaktion: Böhm/Zeitlinger
Fotohinweis: LPD Kärnten/Bauer