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Großes Goldenes Ehrenzeichen des Landes Kärnten für Botschafterin Sigrid Berka

10.07.2020
LH Kaiser dankte scheidender österreichischen Botschafterin in Slowenien für ihre wertvolle Arbeit und das stets offene Ohr


Klagenfurt (LPD). Im Rahmen eines Empfanges im Spiegelsaal des Amtes der Kärntner Landesregierung verlieh gestern, Donnerstag, Landeshauptmann Peter Kaiser im Beisein seiner Regierungskollegin LR.in Sara Schaar, Pörtschachs Bürgermeisterin Silvia Häusl-Benz, in Vertretung von LR Martin Gruber und der Landtagspräsidenten Reinhart Rohr und Jakob Strauß, der scheidenden österreichischen Botschafterin in Slowenien, Sigrid Berka, sie bekleidet den Posten seit Juli 2016, das Große Goldene Ehrenzeichen des Landes Kärnten.

In seiner Laudatio dankte der Landeshauptmann der Botschafterin für ihre wertvolle Arbeit und ihr stets offenes Ohr. „Es gab viel Verbindendes, Unterstützendes und vor allem viel Verständnis für Kärnten. Dadurch gelang es auch, die Beziehungen zu Slowenien zu verbessern. Damit stiegen auch das Vertrauen und das Verstehen“, so Kaiser. Als positives Beispiel hob der Landeshauptmann die Umwandlung des ehemaligen Kontaktkomitees in das Gemeinsame Komitee Kärnten-Slowenien/Skupni odbor Slovenija-Koroška hervor. Als schwierige Phase strich er die Verfassungsänderung in Kärnten hervor. „Letztendlich konnten aber auch hier Missverständnisse und Miss-Interpretationen ausgeräumt werden“, so Kaiser.

Dank der guten Kontakte der Botschafterin und ihrer exzellenten Kenntnisse des Südosteuropäischen Raumes blieb die positive Stimmung zu Slowenien nicht nur aufrecht. Sie wurde auch gefestigt. „Das hat sich auch in der deutlichen Verbesserung der bilateralen und interregionalen Verbindungen bemerkbar gemacht“, betonte der Landeshauptmann. Das klare Bekenntnis zum gemeinsamen Raum spiegelt sich für Kaiser im heurigen Jubiläumjahr zur Kärntner Volksabstimmung durch die Veranstaltungen und Initiativen im Rahmen von CARINTHIja 2020 - Ein Land in Zeitreisen und Perspektiven wider.
Das Berka auch weiterhin ein Herz für Kärnten haben werde, steht für Kaiser ebenfalls fest. „Mit ihrer Funktion als Aufsichtsrätin der Großglockner Hochalpenstraßen AG ist dies garantiert“, stellte er schmunzelnd fest.

„Berka hob in ihren Dankesworten ebenfalls die positive Entwicklung beider Regionen hervor. Sie ging auch auf die deutschsprachige Volksgruppe in Slowenien ein und erinnerte daran, dass diese nicht mehr totgeschwiegen werde. Positiv von ihr hervorgehoben wurde die Zusammenarbeit mit der Konsensgruppe und die Arbeit des Gemeinsamen Komitee Kärnten-Slowenien//Skupni odbor Slovenija-Koroška. Vermissen wird sie die vielen Besuche in der österreichischen Botschaft, die stets ein offenes Haus war.

Dem Empfang wohnten ebenfalls bei: der slowenische Generalkonsul in Kärnten, Anton Novak, der Vorsitzende des Zentralverbandes der slowenischen Organisationen in Kärnten, Manuel Jug, der Obmann der Gemeinschaft der Kärntner Slowenen, Bernhard Sadovnik, Marjan Sturm von der Konsensgruppe, Rektor Josef Kopeinig (Sodalitas Tainach), der ehemalige Militärkommandant und Geschäftsführer des Schwarzen Kreuzes, Gerd Ebner, Karl Hren, Franc Kelih und Ivan Olip vom Hermagoras Verlag, Otto Tripp (Gottscheerlandsmannschaft), Landesamtsdirektor Dieter Platzer, der ehemalige Landesamtsdirektor-Stellvertreter, Karl Anderwald und Rigobert Rainer (Leiter der Finanzpolizei).

I N F O: Sigrid Berka studierte Slawistik/Russisch und Politikwissenschaft in Innsbruck, Wolgograd und Moskau. Sie spricht Englisch, Bulgarisch, Russisch, Serbisch, Französisch und Italienisch. Im Jahr 2000 trat die gebürtige Saalfeldenerin in den höheren auswärtigen Dienst des Bundesministeriums für auswärtige Angelegenheiten ein. Sie bekleidete seit dieser Zeit diverse Posten. Unter anderem war sie zweite Botschaftssekretärin der österreichischen Botschaft in Belgrad bzw. erste Botschaftssekretärin in Kiew. Von September 2011 bis März 2015 war sie österreichische Generalkonsulin in Mailand und von Mai 2015 bis Juni 2016 stellvertretende Kabinettschefin des damaligen Außenminister Sebastian Kurz.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Michael Zeitlinger
Fotohinweis: LPD Kärnten/Helge Bauer