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Regierungssitzung 7 - LEADER-Programm: 312 Projekte bisher umgesetzt

14.07.2020
LR Gruber: 37 Mio. Euro wurden seit 2014 in die Umsetzung von regionalen Projekten investiert, rund 20 Mio. stammen aus dem LEADER-Programm - Rund 1 Mio. Euro als Überbrückung für Kärntner LEADER-Regionen bis Herbst 2020.


Klagenfurt (LPD). Die aktuelle LEADER-Programmperiode 2014-2020 neigt sich dem Ende zu. Ein Anlass, um Bilanz zu ziehen, was mithilfe von LEADER-Mitteln in Kärnten erreicht werden konnte. Über 37 Millionen Euro wurden seit 2014 bereits in regionale Projekte investiert. Rund 20 Millionen davon stammen aus dem LEADER-Programm. „Bis jetzt konnten wir bereits 312 LEADER-Projekte in allen sechs LEADER-Regionen umsetzen“, so Regionalentwicklungsreferent LR Martin Gruber in der heutigen Pressekonferenz nach der Regierungssitzung. 100 Projekte davon sind so genannte Kleinprojekte von Vereinen oder anderen gemeinnützigen Organisationen. Rund 25 Millionen stehen insgesamt bis zum Ende der Programmperiode für die Kärntner LEADER-Regionen zur Verfügung.

Durch die Corona-Krise sei das Thema Regionalität stark in den Fokus gerückt worden, so Gruber. „Wir dürfen dabei aber eines nicht vergessen – ohne starke, lebenswerte Regionen, gibt es keine Regionalität.“ Deshalb sei das LEADER-Programm als Instrument der Regionalentwicklung unverzichtbar in Kärnten.

Gruber nannte erfolgreiche Projekte wie die Schaukäserei Kaslab’n, das Bildungszentrum in Stall, den Katschberger Adventweg oder das Haus der Region im Lavanttal. „Das sind Beispiele, die zeigen, wie LEADER-Projekte dazu beitragen, Strukturen vor Ort zu stärken, Arbeitsplätze zu schaffen und Wertschöpfung zu sichern und somit auch der Abwanderung entgegenwirken“, betonte Gruber.

Derzeit wurden bereits knapp 80 Prozent der zur Verfügung stehenden LEADER-Mittel ausgeschöpft. Ziel ist es, eine 100-prozentige Ausschöpfung zu erreichen, um bei den Budgetverhandlungen eine optimale Argumentationsbasis zu haben. „Ich werde mich mit Nachdruck einsetzen, damit in der Regionalentwicklung keine Mittel gekürzt werden!“, sagte Gruber. Auf EU-Ebene komme es bei der Budgeterstellung für die nächste Programmperiode zu Verzögerungen. „Damit die Arbeit in den Regionen nicht ins Stocken gerät, stellen wir jetzt rund 1 Million Euro zur Verfügung“, informierte Gruber. Das aktuelle Budget der LAGS (Lokale Aktionsgruppen) kann somit bis Herbst 2020 im Ausmaß von bis zu 5 Prozent überzogen werden, um die Zeit bis zur EU-Budgeterstellung zu überbrücken und eine maximale Ausschöpfung zu erreichen.


Rückfragehinweis: Büro LR Gruber
Redaktion: Wedenigg/Zeitlinger