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Regierungssitzung 8 – Umfassendes Paket für Sommerbetreuung von Kindern und Jugendlichen in Kärnten

14.07.2020
LH Kaiser mit Kritik an Aussagen eines slowenischen Parlamentsabgeordneten: „Kärnten geht seinen Weg der Versöhnung, des Gemeinsamen und des Miteinanders weiter“ –Koalitionsklausur wird verschoben


Klagenfurt (LPD). Per Videokonferenz leitete Landeshauptmann Peter Kaiser heute, Dienstag, die Sitzung der Kärntner Landesregierung. Er befindet sich nach einem Kontakt mit einer Corona-infizierten Person derzeit in Heimquarantäne.

Im Rahmen der Pressekonferenz wies Kaiser Aussagen des slowenischen Parlamentsabgeordneten Zmago Jelincic, der kürzlich die Legitimität der Kärntner Volksabstimmung in Zweifel gezogen hatte, auf das Schärfste zurück. Kärnten gehe seinen Weg der Versöhnung, des Gemeinsamen und des Miteinanders weiter und „von diesem Weg werden wir keinen Millimeter abweichen“, betonte der Landeshauptmann. Die positive Entwicklung werde auch durch den in der letzten Regierungssitzung beschlossenen Bericht zur Lage der slowenischen Volksgruppe deutlich belegt. „Natürlich ist es unser Ziel, weiterhin an Verbesserungen zu arbeiten, so etwa im elementarpädagogischen Bereich – das ist ein gemeinsames Ziel der Landesregierung“, so Kaiser. Der Bericht zur Lage der slowenischen Volksgruppe werde jedenfalls an die slowenische Regierungsspitze zur Kenntnisnahme übermittelt, um die Bemühungen seitens des Landes Kärnten für und um die slowenische Volksgruppe deutlich zu machen. Kaiser wies auch auf ein kürzlich erfolgtes Gespräch mit Bundespräsident Alexander Van der Bellen zu den Feierlichkeiten anlässlich der Volksabstimmung vom 10. Oktober hin. Sowohl das österreichische Staatsoberhaupt als auch der slowenische Staatspräsident Borut Pahor werden an der Festsitzung des Kärntner Landtages am 10. Oktober teilnehmen und dort auch das Wort ergreifen.

Gute Nachrichten konnte Kaiser Kärntens Familien mitteilen: So werden auf Grund der aktuellen Coronavirus-Lage Kärntens basierend auf einer durchgeführten Bedarfserhebung zahlreiche Kinderbetreuungs- und Bildungseinrichtungen im Bereich der Elementarpädagogik im August offengehalten. Dafür zahle das Land das Kinderstipendium 12 Mal anstatt wie bisher 11 Mal aus. „Damit ist die Betreuung für die Kleinsten bis sechs Jahre gewährleistet“, erklärte Kaiser. Zusätzlich dazu biete das Land Sommercamps für Kinder und Jugendliche an. Neben drei Feriencamp-Terminen in Cap Wörth/Velden am Wörthersee stehen Kindern und Jugendlichen zwischen 7 und 14 Jahren heuer jeweils eine Natur- und Abenteuer-Camp-Woche im Naturpark Dobratsch sowie im Nationalpark Hohe Tauern zur Verfügung. Mit den Kooperationspartnern, wie den Kärntner Naturfreunden, dem Österreichischen Jugendherbergsverband, dem Naturpark Dobratsch und dem Nationalpark Hohe Tauern, kann das Landesjugendreferat damit insgesamt fünf Feriencamp-Wochen zu moderaten Preisen anbieten. Das Bildungsministerium wiederum biete Sommerschulen an, die seitens des Landes unterstützt werden, informierte Kaiser.

Für alle 6 bis 14-jährigen, die keines der bisher erwähnten Angebote nutzen können, wird in den ersten beiden August-Wochen (03. August bis 14. August) eine eigens gestaltete Sommerbetreuung angeboten. Diese solle sowohl sportlich als auch kreativ mit Lernmöglichkeiten gestaltet werden. Sowohl Gemeinden als auch private Organisationen können diese Sommerbetreuung durchführen: Dabei werden die Personalkosten vom Land getragen, Essenskosten sowie eventuelle Zusatzkosten tragen bei diesem Angebot die Eltern. Budgetiert und beschlossen wurden für dieses Angebot heute 400.000 Euro.

„Mit diesen Angeboten können wir ein umfassendes Paket für eine Sommerbetreuung von Kindern und Jugendlichen in Kärnten anbieten und entlasten damit auch viele Eltern, die auf Grund der Corona-Krise zusätzlich belastet sind“, so Kaiser.

Weitere Themen der Regierungssitzung: Aus dem Experten-Koordinationsgremium zu COVID-19, das künftig wieder zweimal die Woche tagen werde, berichtete Kaiser, dass über die betreffenden Bezirkshauptmannschaften Assistenzeinsätze des Bundesheeres für die derzeit notwendigen Grenzkontrollen angefordert werden. Mit einer Anhebung der Entlohnung von Amts- und Jugendfürsorgeärzten auf das Niveau von Fachärzten im Krankenhausdienst, werde zudem die Attraktivität dieser Aufgabe gesteigert. Derzeit gäbe es 4,75 nicht besetzte Planstellen im Bereich der Amtsärzte.

Von gestern auf heute seien über 500 Coronavirus-Testungen erfolgt, man stehe aktuell bei 18 infizierten Personen, damit sei es den dritten Tag hintereinander zu keiner Neuinfektion in Kärnten gekommen, erklärte Kaiser, der auch darauf verwies, dass die für heute und morgen, Mittwoch, geplante Klausur der „Kärnten-Koalition“ aufgrund seiner Quarantäne verschoben werde. In der Klausur gehe es dann darum, auf Basis der neuen coronabedingten Budgetsituation mit gravierenden Mindereinnahmen und Mehrausgaben, Weichenstellungen und Prioritätensetzungen für die Zukunft des Landes zu setzen. „Wir werden jedenfalls alles tun, um auf Basis der gemeinsamen Arbeiten zum Standortmarketing Schwerpunktsetzungen mit dem Regierungskollegium vorzunehmen, die das Ziel haben, dass Kärnten auch weiterhin eine der lebenswertesten Regionen dieser Erde bleibt“, betonte der Landeshauptmann.


I N F O:

Die Feriencamp-Termine des Landesjungendreferates im Überblick: Feriencamps Cap Wörth/Velden – Termin 1: 19.07. bis 24.07.2020, Termin 2: 16.08. bis 20.08.2020, Termin 3: 23.08. bis 28.08.2020; Natur- und Abenteuercamp Villach/Naturpark Dobratsch – Termin: 16.08. bis 21.08.2020; Natur- und Abenteuercamp Heiligenblut/Nationalpark Hohe Tauern – Termin: 12.07. bis 17.07.2020

Infos und Anmeldung: Alfred Wrulich, Tel.: 0664/80 536 33071, E-Mail: abt13.jugend@ktn.gv.at, Homepage: https://jugend.ktn.gv.at. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, wird eine rasche Anmeldung angeraten.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Schäfermeier/Rauber