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KULTUR

Kärnten präsentiert spektakuläre Mobile Ausstellung am Großglockner

16.07.2020
LH Kaiser: Ausstellung anlässlich 100 Jahre Kärntner Volksabstimmung soll mit Strahlkraft bis weit über die Landes- und Staatsgrenzen hinaus auf Landesgeschichte aufmerksam machen – Eröffnung diesen Sonntag auf Kaiser-Franz-Josefs-Höhe – Besichtigungszeit 19. Juli bis 2. August 2020


Klagenfurt (LPD). „Spektakulär und einzigartig in Österreich sowie wohl unvergleichlich in Europa!“ – Das wird Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser zufolge die vom Landesmuseum für Kärnten organisierte „höchstgelegene Mobile Ausstellung Österreichs“, die wetterbedingt nicht wie geplant am Samstag, sondern kommenden Sonntag um 11 Uhr eröffnet wird.

Am höchsten Berg Österreichs, dem Großglockner, konkret auf der auf 2.369 Meter Höhe befindlichen Kaiser-Franz-Josefs-Höhe, direkt an der stark frequentierten Großglockner-Hochalpenstraße, macht die Mobile Ausstellung zum 100-Jahr-Jubiläum der Kärntner Volksabstimmung CARINTHIja 2020 Station. Zu besichtigen ist sie direkt vor dem höchsten Berg Österreichs von 19. Juli bis 2. August 2020. Die nächsten Stationen sind dann Feldkirchen, Villach und Klagenfurt. Der Auftakt ist schon im Juni in der Abstimmungsstadt Völkermarkt über die Bühne gegangen.

„Die Ausstellung auf der Großglockner-Hochalpenstraße ist einzigartig und eine noch nie dagewesene, spektakuläre Sache mit enormem Wert und Strahlkraft bis weit über die Landes- und Staatsgrenzen hinaus“, betont Kulturreferent Landeshauptmann Peter Kaiser heute, Mittwoch. Er erklärt, dass sich CARINTHIja 2020 an alle Kärntnerinnen und Kärntner wendet, aber auch an alle Gäste des Landes. „Mein und das Ziel des Landes Kärnten ist es, das Bewusstsein für unsere durchaus wechselvolle und kontroverse Landesgeschichte zu stärken. Kärnten soll in der eigenen Bevölkerung, in Österreich und in Europa als gelebtes Beispiel dafür wahrgenommen werden, wie in einem jahrzehntelangen Prozess aus einstigen Feinden und Vorurteilen Dank eines letztlich unbändigen Versöhnungswillens Freunde mit wechselseitigem Verständnis für den jeweils anderen und ein aufblühendes, in Vielfalt geeintes Land im Herzen Europas wurde. Wir wollen zeigen, was Großartiges möglich ist, wenn man aufeinander zugeht, sein Herz und seinen Geist für die Anliegen anderer öffnet und gemeinsam daran arbeitet, Gräben zu überwinden und Beziehungen zu verbessern“, erklärt Kaiser.

Daher sei der herausragende Standort der Mobilen Ausstellung auf der auch von vielen Urlauberinnen und Urlaubern besuchten Kaiser-Franz-Josefs-Höhe besonders interessant. Möglich gemacht hat den außergewöhnlichen Schauplatz eine Kooperation mit der Großglockner Hochalpenstraßen AG (GROHAG), welcher der Landeshauptmann dafür herzlich dankt. Ihm war es wichtig, dass die Mobile Ausstellung auch in der Coronakrise ihren Weg durch Kärnten fortsetzt – selbstverständlich unter genauer Einhaltung der geltenden Hygiene-Maßnahmen.

So unterschiedlich die Standorte der Mobilen Ausstellung sind, so vielfältig gestalten sich deren Inhalte. In verschiedenen Modulen werden die Themen rund um die Kärntner Volksabstimmung von 1920 behandelt. Das Dreigestirn Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft bestimmt dabei nicht nur die Mobile Ausstellung, auch das umfassende Programm des Jubiläumsjahres ist davon geprägt. Das Landesmuseum für Kärnten entwickelte als Projektträger die Mobile Ausstellung und ist für die Umsetzung verantwortlich. Die Idee zur Ausstellung hatte Kulturabteilungsleiter Igor Pucker. „Hinter der Planung und Realisierung stand als zentraler Leitgedanke ‚Nicht das Land besucht die Ausstellung, die Ausstellung kommt ins Land‘ und vermittelt in zeitgemäßer Form das Jubiläum mit seinen historischen und gegenwärtigen Perspektiven“, erklärt Pucker.

Führung durch die Mobile Ausstellung sind unter Voranmeldung möglich, eine entsprechende Buchungs-App (Link unter: www.carinthija2020.at) erlaubt Reservierungen für maximal zehn Personen pro Führung. Die Inhalte der Mobilen Ausstellung wurden von einem multidisziplinären Team um Univ.-Prof. Helmut Konrad, Wilhelm Wadl, Brigitte Entner, Alexander Verdnik ausgearbeitet. Die Vermittlung obliegt der wissens.wert.welt aus Klagenfurt.

Die Mobile Ausstellung ist eine von drei Säulen des Kärntner Jubiläumsjahres. Zentrale Programmlinie sind 89 Ausschreibungsprojekte mit insgesamt mehr als 300 Veranstaltungen, welche noch heuer und im ersten Halbjahr des Folgejahres stattfinden. Diese Projekte wurde im Vorfeld durch eine hochkarätig besetzte Fachjury aus insgesamt 132 eingereichten Projekten ausgewählt und werden seitens des Landes Kärnten, Abteilung 14 – Kunst und Kultur mit 2,9 Millionen Euro gefördert. Zur Umsetzung kommen Projekte aus den Kategorien „Kultur: Kunst und Brauchtum“, „Schulen“ sowie „Wissenschaft“. Den dritten Schwerpunkt bilden die offiziellen Feierlichkeiten des Landes Kärnten, welche rund um den 10. Oktober 2020 ihren Höhepunkt finden werden. „Ich lade alle Kärntnerinnen und Kärntner ein, ein Teil von CARINTHIja 2020 zu sein und auch abseits der vielen Aktivitäten den Geist des Jubiläumsjahres aufzunehmen“, so Kaiser.

Termine und Infos zu allen Projekten unter www.carinthija2020.at



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Schäfermeier/Böhm
Fotohinweis: LPD Kärnten/fritzpress (Archivfotos Ausstellungseröffnung Völkermarkt)