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Coronavirus 331: Land Kärnten beteiligt sich an Corona-Forschungsprojekt mittels Abwasseranalysen

18.07.2020
LR Fellner: Zusätzliche Zahlen aus österreichweit angelegter Studie können künftig wichtige Entscheidungsgrundlage zum Schutz der Bevölkerung sein


Klagenfurt (LPD). Das Corona-Virus hat die Welt fest im Griff, noch gibt es weder Impfung noch breit wirksame Medikamente, die Zahlen der Infizierten sind im Steigen begriffen. „In Krisen wie diesen brauchen Politik und Behörden zuverlässige und umfassende Informationen zur räumlichen Verteilung und zum zeitlichen Verlauf des Virus“, so Katastrophenschutzreferent Landesrat Daniel Fellner heute, Samstag. „Nur so können die Menschen bestmöglich geschützt, langfristig zuverlässige Entscheidungen getroffen und die Wirksamkeit präventiver Maßnahmen festgestellt werden.“

Diese wichtigen Informationen soll nun das Forschungsprojekt Coron-A bringen: Selbiges wird unter der Federführung des Umweltbundesamtes abgewickelt und bündelt die in Österreich in den Bereichen Abwasserepidemiologie, -mikrobiologie und -molekularbiologie vorhandenen Ressourcen (Universität Innsbruck, Medizinische Universität Innsbruck, TU Wien und AGES), um ein Monitoring zur Erfassung von umfassenden Informationen zur COVID-19 Pandemie durchführen zu können.

Bereits seit Jahren wird in Österreich die Abwasserepidemiologie erfolgreich zum Monitoring des Konsums von Drogen, Genussmitteln und Pharmazeutika eingesetzt. Die besonderen Stärken der Abwasseranalyse zu anderen Verfahren sind etwa, dass populationsspezifische Daten erhoben werden können, ohne in die Privatsphäre des Einzelnen einzugreifen, einfache und sichere Probenahme im Rahmen der Eigenüberwachung der Kläranlagen, verhältnismäßig simple Logistik sowie eine kostengünstige Umsetzung.

Fellner: „In Kärnten werden die Kläranlagen Klagenfurt, Villach und Feldkirchen beprobt und in das Monitoring-System aufgenommen. Das Land Kärnten beteiligt sich an den Projektkosten mit 7.500 Euro.“ Der Katastrophenschutzreferent ist überzeugt davon, dass dieses Forschungsprojekt wichtige zusätzliche Erkenntnisse zur Bekämpfung der Pandemie bringen wird: „Das ist gut investiertes Geld zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung.“



Rückfragehinweis: Büro LR Fellner
Redaktion: Fischer/Böhm

Fotohinweis: Shutterstock